Die aktuelle PwC-Studie Global Workforce Hopes and Fears 2026 zeigt, dass Unternehmen gleichzeitig ihre KI-stärksten Talente verlieren und die breite Mehrheit ihrer Belegschaft abhängen könnten.
Für die weltweite Erhebung hat PwC im Mai und Juni 2026 knapp 49.400 Beschäftigte in 48 Ländern und 29 Branchen befragt. Besonders brisant ist der Befund zu den sogenannten Vorreitern: Diese 14 Prozent der Belegschaft verbinden knappe Fachkenntnisse mit ausgeprägten KI-Kompetenzen, werden überdurchschnittlich belohnt und fordern deutlich häufiger Beförderungen ein. Gleichzeitig halten es 29 Prozent von ihnen für sehr oder äußerst wahrscheinlich, im kommenden Jahr den Arbeitgeber zu wechseln. Generell zeigt sich: Wer KI täglich nutzt, fühlt sich sicherer im Job, vertraut der Führung stärker und traut sich mehr Weiterentwicklung zu.
Auf der anderen Seite steht der von PwC so bezeichnete Maschinenraum. Diese 56 Prozent der Beschäftigten verfügen weder über knappe Qualifikationen noch über nennenswerte KI-Erfahrung, tragen aber den Großteil des operativen Tagesgeschäfts. Nur zwei von fünf haben Zugang zu den Weiterbildungsangeboten, die sie benötigen. Über alle Gruppen hinweg sank dieser Wert von 59 auf 51 Prozent, während die KI-Nutzung am Arbeitsplatz um zehn Punkte auf 64 Prozent stieg.
Hinzu kommen finanzielle und psychische Belastungen. Nur noch ein Drittel der Befragten hat am Monatsende Geld übrig, 27 Prozent sehen ihre Produktivität durch Erschöpfung oder Burnout eingeschränkt. Als größtes Jobrisiko gelten eher wirtschaftliche Schwankungen als KI. Pete Brown, Global Workforce Leader bei PwC, warnt vor einer Belegschaft der zwei Geschwindigkeiten. Führungskräfte müssten gezielt entscheiden, wo sie in Kompetenzen investieren, ohne die Mehrheit ihrer Mitarbeitenden zurückzulassen.




