Raiffeisen: Mehr Kredite, weniger Gewinn

blog main image
March 12, 2026
13.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Genossenschaftsbank wuchs bei Hypotheken und Firmenkunden deutlich. Doch die Zinsmarge schmilzt, der Gewinn sank um zehn Prozent.

231 Milliarden Hypotheken im Bestand

Raiffeisen legte bei den Hypothekarforderungen um 10,2 Milliarden zu, der Bestand erreichte 230,9 Milliarden Franken. Das Firmenkundengeschäft wuchs um 3,9 Milliarden auf 57 Milliarden. Über 5.000 neue Firmenkunden kamen hinzu, besonders erfreulich sei der Zuwachs bei mittelgroßen und großen Unternehmen. Bei den Kundeneinlagen übertraf man das Vorjahr: 10,9 Milliarden frisches Geld flossen zu, insgesamt liegen nun 225,8 Milliarden bei der Bank. Das Wachstum verteilte sich breit über alle Regionen.

SNB-Zinssenkungen belasten Ertrag

Der Zinserfolg ging um 202,2 Millionen oder 7,1 Prozent zurück auf 2,6 Milliarden. Ursache: Die SNB senkte die Zinsen im ersten Halbjahr 2025, was besonders bei Saron-Flex-Hypotheken die Erträge drückte. Dafür lief es im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft gut, hier kletterte der Erfolg um zehn Prozent auf 751,9 Millionen. Das Handelsgeschäft legte sogar um 13 Prozent zu auf 295,6 Millionen.

Cost-Income-Ratio steigt auf 59,4 Prozent

Der Personalausbau in der Beratung kostete 44,4 Millionen mehr, ein Plus von 2,8 Prozent. Der Personalbestand wuchs um 252 Vollzeitstellen. Der Sachaufwand nahm moderat um 13,2 Millionen oder 2,2 Prozent zu. Insgesamt erhöhte sich der Geschäftsaufwand um 57,6 Millionen auf 2,3 Milliarden. Bei gleichzeitig sinkendem Geschäftsertrag verschlechterte sich die Cost-Income-Ratio von 56,7 auf 59,4 Prozent. Der Gruppengewinn betrug 1,09 Milliarden Franken, ein Minus von 120,1 Millionen. Knapp eine Milliarde fließt in die Reserven.