Der Energiekonzern Shell hat den Allgäuer Batteriespeicherhersteller Sonnen an die Investmentfirma Tiven verkauft. Käufer ist der Aurelius-Mitgründer Gert Purkert. Eine Sanierung des Unternehmens gilt als wahrscheinlich.
Der Batteriespeicherhersteller Sonnen aus Wildpoldsried im Allgäu hat einen neuen Eigentümer: Der Energiekonzern Shell hat das Unternehmen an die Investmentfirma Tiven verkauft, die dem Investor Gert Purkert gehört, Mitgründer und Partner der Investmentfirma Aurelius. Shell hatte bereits 2023 angekündigt, sich von Sonnen trennen zu wollen. Wegen eines Einbruchs am Photovoltaik-Markt lag der Verkauf danach zwei Jahre auf Eis, im vergangenen Jahr ging er dann recht zügig über die Bühne. Sonnen wurde 2010 von Torsten Stiefenhofer und Christoph Ostermann gegründet, wuchs in den ersten Jahren stark und war lange Marktführer. 2019 übernahm Shell das Unternehmen, inzwischen drängen jedoch auch andere Speicherhersteller, vor allem aus China, auf den Markt.
Dem Handelsblatt zufolge ist der Umsatz zuletzt gesunken, das Unternehmen rutschte in die roten Zahlen und führte zeitweise Kurzarbeit ein. Tiven plant nach Angaben des Blatts, den Speicherhersteller zu sanieren und für einen Weiterverkauf fit zu machen. Sonnen beschäftigte 2025 rund 400 Menschen am Standort Wildpoldsried. Shell begründet den Verkauf mit der eigenen Portfoliostrategie und teilt mit, man sei überzeugt, dass Tiven und die beratende Aurelius Water-Rise gut aufgestellt seien, um die weitere Entwicklung von Sonnen zu unterstützen.




