Nach einer Ausschreibung übernimmt PwC ab dem Geschäftsjahr 2027/28 die Abschlussprüfung des britischen Anbieters Saga und löst damit KPMG nach elf Jahren ab.
Das Mandat greift erstmals für das am 31. Januar 2028 endende Geschäftsjahr. Bis dahin bleibt KPMG im Amt und prüft auch noch den Abschluss zum 31. Januar 2027. Vorausgegangen war ein förmliches Auswahlverfahren, das der Prüfungs- und Risikoausschuss steuerte; das Board folgte dessen Empfehlung. Endgültig besiegelt ist die Sache damit noch nicht, denn die Hauptversammlung 2027 muss der Bestellung zustimmen. KPMG hatte das Mandat 2017 übernommen.
Der Schritt fällt unter die üblichen Regeln guter Unternehmensführung. Ein periodischer Wechsel des Abschlussprüfers gilt als bewährte Praxis, weil er einen unverstellten Blick auf Rechnungslegung und interne Kontrollen ermöglicht. Saga ordnet die Entscheidung entsprechend in den turnusmäßigen Ablauf ein und wertet sie als Bekenntnis zu belastbarer Finanzaufsicht und hohen Berichtsstandards. Dem scheidenden Prüfer sprach das Board Dank für die Zusammenarbeit aus.
Saga richtet sich als britischer Spezialanbieter an Menschen jenseits der 50 und deckt dabei Versicherungen, Reisen und Finanzdienstleistungen ab. Die Geschäftslage hat sich zuletzt verbessert, insbesondere beim Mittelzufluss. Investoren blicken jedoch weiterhin auf die vergleichsweise hohe Verschuldung und die dünne Eigenkapitaldecke. Solange das Unternehmen negative Ergebnisse aufweist und keine Dividende zahlt, bleibt der Spielraum bei der Bewertung begrenzt.




