Der Swiss Deep Tech Report 2026 belegt, dass die Schweiz mit 63 Prozent Deep-Tech-Anteil an allen VC-Investitionen weltweit führend ist. Gleichzeitig zeigt der Report eine strukturelle Schwäche im Spätphasenkapital.
63 Prozent aller Schweizer Venture-Capital-Investitionen fließen in Deep-Tech-Unternehmen, mehr als in China oder den USA und fast doppelt so viel wie in Deutschland oder Großbritannien. Gemessen an der Bevölkerungsgröße werden 1.470 US-Dollar pro Kopf in Deep Tech investiert, Platz 1 in Europa und gemeinsam mit Israel und den USA global führend; seit 2015 hat sich das Investitionsvolumen auf 2,6 Milliarden US-Dollar nahezu verfünffacht. Das Alpine Tech Cluster mit Zürich, Lausanne und Basel als Kernstandorten sowie München zählt über 1.500 venture-finanzierte Deep-Tech-Start-ups und steht neben dem Cluster London-Paris als eine der beiden weltweit wettbewerbsfähigen europäischen Regionen.
Bei Finanzierungsrunden zwischen 15 und 100 Millionen US-Dollar stammen 82 Prozent des Kapitals aus dem Ausland, gegenüber 60 Prozent im europäischen Durchschnitt, da institutionelle Schweizer Investoren wie Pensionskassen in der Wachstumsphase kaum vertreten sind. Anders als Deutschland, Frankreich oder Großbritannien verfügt die Schweiz über keine staatliche VC-Förderung in vergleichbarer Größenordnung. Wachstumsfelder sind insbesondere KI und maschinelles Lernen, in denen heute jedes vierte neu gegründete Schweizer Deep-Tech-Unternehmen tätig ist, sowie Robotik, wo sich der Anteil nahezu verdoppelt hat.




