Staatsgeld hebelt Privatkapital: KfW startet Wachstumsfonds II mit 320 Mio. EUR

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April 10, 2026
10.04.2026
2 Minuten Lesezeit

KfW Capital legt den Nachfolger des vollständig investierten Wachstumsfonds Deutschland auf. Bund und KfW Capital bringen gemeinsam 320 Millionen Euro Eigenkapital ein und wollen damit erneut institutionelles Kapital in European Venture mobilisieren.

320 Mio. EUR Ankerkapital, Ziel: Benchmark-Volumen

Zum 1. April 2026 startete KfW Capital das Fundraising für den Wachstumsfonds II. Dr. Jörg Goschin, Vorsitzender der Geschäftsführung von KfW Capital, unterstreicht dabei die Attraktivität der Assetklasse: "European Venture hat sich sehr positiv entwickelt und in puncto Rentabilität sowohl andere Assetklassen als auch andere Regionen wie den US-Markt übertroffen." Der Bund fungiert mit 200 Millionen Euro als Ankerinvestor, KfW Capital selbst bringt weitere 120 Millionen Euro aus eigenen Mitteln ein. Als Zielinvestoren werden Versicherer, Versorgungswerke, Pensionskassen, Stiftungen und Family Offices aus dem In- und Ausland angesprochen. Das angestrebte Gesamtvolumen soll das Benchmark-Niveau des ersten Fonds von einer Milliarde Euro erneut erreichen.

1.000 Technologieunternehmen, breite Diversifikation

Der Wachstumsfonds II setzt auf etablierte VC-Fondsmanager mit nachgewiesenem Track Record und ergänzt diese durch Co-Investments, Secondaries sowie Venture-Debt-Fonds. Der Schwerpunkt liegt auf Later-Stage-Investments mit geografischem Fokus auf Deutschland und Europa. Über diese Struktur sollen indirekt rund 1.000 Technologieunternehmen Kapital erhalten. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil zieht dabei eine klare Linie zum Vorgänger: "Der Wachstumsfonds Deutschland war ein voller Erfolg. Er zeigt, wie gut es funktioniert, private Investitionen durch öffentliche Mittel zu hebeln." Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ergänzt mit Blick auf den Standort: "Die besten Ideen sollen in Deutschland entstehen und hier richtig groß gemacht werden."