Die Hamburger Privatbank hat ihren Jahresabschluss für 2025 noch nicht veröffentlicht. Hinter den Kulissen soll es um Bewertungsfragen gehen.
Normalerweise präsentiert Berenberg seine Ergebnisse früh im Jahr. Januar, Februar, dann stehen die Zahlen. Diesmal nicht. Der Jahresabschluss für 2025 ist noch immer nicht öffentlich. Das Traditionshaus aus Hamburg hält sich bedeckt und beantwortet keine Fragen.
Nach Informationen aus Bankenkreisen liegt das Problem beim Wirtschaftsprüfer. Beide Seiten sollen über Bewertungsfragen uneins sein. Der Abschluss sei intern längst fertig, heißt es, doch ohne Testat bleibt er in der Schublade. Aus dem Umfeld der Bank dringen Hinweise, dass der Gewinn 2025 spürbar niedriger ausfallen könnte als im Jahr zuvor. Ob die Differenzen mit dem Prüfer damit zu tun haben, bleibt Spekulation.
Berenberg gehört zu den ältesten Banken Europas und pflegt das Bild einer verlässlichen Adresse. Wer so lange auf seinen Jahresabschluss warten lässt, nährt Gerüchte. Je mehr Zeit verstreicht, desto mehr Fragen stellen sich Beobachter, Kunden und Wettbewerber. Was genau hinter den Kulissen verhandelt wird, wissen nur die Beteiligten. Die Öffentlichkeit muss warten.




