Was kostet mehr Zeit: einen komplexen Sachverhalt steuerlich zu würdigen oder die Rohdaten überhaupt erstmal nutzbar zu machen? Bei Trading-GmbHs ist die Antwort eindeutig.
Plattformen wie Interactive Brokers und CapTrader haben den Wertpapierhandel demokratisiert. Aktien, ETFs, Optionen, Futures, Währungen: Alles handelbar, alles dokumentiert. Doch die gelieferten Reports sprechen eine andere Sprache als deutsche Buchhaltungssysteme. Performance-Auswertungen statt Buchungssätze. Handelsdaten statt DATEV-Stapel.
Steuerberater kennen das Muster: Die fachliche Würdigung eines Derivats dauert Minuten. Das Zusammenführen von Kapitalflüssen, offenen Positionen und realisierten Ergebnissen aus verschiedenen Dateien verschlingt Stunden. FIFO-Bewertung, Fremdwährungsumrechnung, Abgleich zwischen Handels- und Buchhaltungslogik. Der manuelle Aufwand explodiert, während die Abschlussfrist näher rückt.
Das eigentliche Problem liegt nicht in der steuerlichen Bewertung. Kapitalflüsse, offene Positionen und realisierte Ergebnisse verteilen sich auf separate Berichte. Die Zusammenführung erfolgt manuell. Bewertungsmethoden wie FIFO und Abweichungen zwischen Handels- und Buchhaltungslogik potenzieren den Zeitaufwand. In der arbeitsintensiven Abschlussphase fehlt genau diese Zeit.
Der Markt reagiert: Spezialisierte Datenservices übersetzen Broker-Exporte in DATEV-kompatible Buchungsstapel. Getrennt nach Kapitalfluss sowie Gewinn- und Verlustpositionen lassen sich die Daten direkt in bestehende Workflows integrieren. Für Kanzleien mit Trading-GmbH-Mandanten wird die Frage der Datenaufbereitung zunehmend zur strategischen Entscheidung.




