Tausende Trades, ein Jahresabschluss: Wo Steuerberater an ihre Grenzen stoßen

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January 14, 2026
14.01.2026
2 Minuten Lesezeit

Was kostet mehr Zeit: einen komplexen Sachverhalt steuerlich zu würdigen oder die Rohdaten überhaupt erstmal nutzbar zu machen? Bei Trading-GmbHs ist die Antwort eindeutig.

Broker optimieren für Trader, nicht für Buchhalter

Plattformen wie Interactive Brokers und CapTrader haben den Wertpapierhandel demokratisiert. Aktien, ETFs, Optionen, Futures, Währungen: Alles handelbar, alles dokumentiert. Doch die gelieferten Reports sprechen eine andere Sprache als deutsche Buchhaltungssysteme. Performance-Auswertungen statt Buchungssätze. Handelsdaten statt DATEV-Stapel.

Wo die eigentliche Arbeit beginnt

Steuerberater kennen das Muster: Die fachliche Würdigung eines Derivats dauert Minuten. Das Zusammenführen von Kapitalflüssen, offenen Positionen und realisierten Ergebnissen aus verschiedenen Dateien verschlingt Stunden. FIFO-Bewertung, Fremdwährungsumrechnung, Abgleich zwischen Handels- und Buchhaltungslogik. Der manuelle Aufwand explodiert, während die Abschlussfrist näher rückt.

Datenaufbereitung als Engpass

Das eigentliche Problem liegt nicht in der steuerlichen Bewertung. Kapitalflüsse, offene Positionen und realisierte Ergebnisse verteilen sich auf separate Berichte. Die Zusammenführung erfolgt manuell. Bewertungsmethoden wie FIFO und Abweichungen zwischen Handels- und Buchhaltungslogik potenzieren den Zeitaufwand. In der arbeitsintensiven Abschlussphase fehlt genau diese Zeit.

Lösungsansätze gefragt

Der Markt reagiert: Spezialisierte Datenservices übersetzen Broker-Exporte in DATEV-kompatible Buchungsstapel. Getrennt nach Kapitalfluss sowie Gewinn- und Verlustpositionen lassen sich die Daten direkt in bestehende Workflows integrieren. Für Kanzleien mit Trading-GmbH-Mandanten wird die Frage der Datenaufbereitung zunehmend zur strategischen Entscheidung.