Der Konzern hat auf der Mobilfunkmesse in Barcelona einen digitalen Assistenten vorgestellt. Er soll Sprachbarrieren überwinden und funktioniert auch auf einfachen Handys.
Die Deutsche Telekom setzt auf künstliche Intelligenz im Alltag. Auf dem Mobile World Congress präsentierte der Bonner Konzern seinen Magenta AI Call Assistant. Der Dienst aktiviert sich per Sprachbefehl und unterstützt Nutzer während laufender Telefonate. Das Ziel: Kommunikation über Sprachgrenzen hinweg erleichtern. Im Zentrum steht die Übersetzungsfunktion. Der Assistent soll innerhalb eines Jahres Gespräche in 50 Sprachen simultan übersetzen können. Die Telekom illustriert den Nutzen mit einem Alltagsbeispiel: Enkel in Deutschland unterhalten sich mit Großeltern auf einem anderen Kontinent, ohne dass mangelnde Sprachkenntnisse im Weg stehen. Was früher Dolmetscher oder umständliche Textnachrichten erforderte, geschieht künftig automatisch im Hintergrund.
Ungewöhnlich ist die geringe Einstiegshürde. Der Dienst läuft im Mobilfunknetz und setzt kein modernes Smartphone voraus. Selbst schlichte Tastentelefone älterer Generationen sollen kompatibel sein. Damit adressiert die Telekom auch Menschen, die keine teuren Geräte nutzen wollen oder können. Für die Sprachtechnologie kooperiert der Konzern mit ElevenLabs. Das Unternehmen hat sich auf Stimmsynthese und Sprachverarbeitung spezialisiert und liefert das technische Fundament. Details zur Preisgestaltung blieben bei der Vorstellung offen.
Der Assistent soll ein breiteres Repertoire beherrschen. Auskünfte zu Reisebuchungen oder Wetterprognosen gehören zum geplanten Funktionsumfang. Perspektivisch will die Telekom dem System mehr Eigenständigkeit verleihen. Terminvereinbarungen könnten dann automatisiert ablaufen, ohne dass jeder einzelne Schritt manuell ausgelöst werden muss. Der Konzern betont den Schutz persönlicher Daten. Der Assistent lausche nicht dauerhaft mit, sondern werde ausschließlich nach expliziter Aktivierung tätig. Aufzeichnungen für Gesprächszusammenfassungen würden unmittelbar nach der Übermittlung gelöscht. Ob diese Zusagen in der Praxis Bestand haben, wird sich im Alltagsbetrieb zeigen.




