Unternehmen mit hohen Umsätzen erhalten mehr Zeit für die Einreichung der JPK_CIT. Statt Ende März gilt nun Ende Juli 2026 als Stichtag.
Das polnische Finanzministerium hat reagiert. Per Verordnung vom 19. Februar 2026 wurde die Frist zur Übermittlung der sogenannten JPK_CIT verlängert. Unternehmen müssen ihre Bücher in strukturierter elektronischer Form nun erst bis zum Ende des siebten Monats nach Abschluss ihres Geschäftsjahres einreichen. Für die meisten bedeutet das: Ende Juli statt Ende März. Die Fristverlängerung betrifft die erste Gruppe von Steuerpflichtigen, die zur elektronischen Übermittlung verpflichtet sind. Dazu zählen körperschaftsteuerliche Organschaften, reguläre Körperschaftsteuerpflichtige sowie Unternehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit, deren Umsatz im Vorjahr die Schwelle von 50 Millionen Euro überschritten hat. Diese Akteure sollten ursprünglich bereits zum Quartalsende ihre Daten liefern.
Die Regelung erfasst Berichtszeiträume, die nach dem 31. Dezember 2024 beginnen und vor dem 1. April 2026 enden. Für spätere Perioden soll eine dauerhafte gesetzliche Lösung folgen. Die aktuelle Verordnung schafft also einen Übergangsrahmen, während der Gesetzgeber an einer langfristigen Regelung arbeitet. Die Anforderungen an die elektronische Buchführung stellen Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Finanz- und Buchhaltungssysteme müssen an die logischen Strukturen der JPK_CIT angepasst werden. Die Meldung darf erst nach Feststellung des Jahresabschlusses und Abschluss der Bücher erfolgen. Das Ministerium räumt ein, dass die Umsetzung komplexer ist als zunächst angenommen.
Wer erst in späteren Jahren zur Einreichung verpflichtet wird, sollte die gewonnene Zeit nutzen. Eine frühzeitige Überprüfung der eigenen Systeme kann böse Überraschungen vermeiden. Wer rechtzeitig mit der Anpassung beginnt, umgeht aufwendige Korrekturen unter Zeitdruck. Steuerberater empfehlen, bereits jetzt Testläufe durchzuführen und mögliche Fehlerquellen zu identifizieren. Die Verschiebung verschafft Luft, ersetzt aber keine sorgfältige Planung. Unternehmen sollten die zusätzlichen Monate nutzen, um ihre Prozesse auf die neuen Anforderungen auszurichten. Wer früh handelt, gewinnt Sicherheit und vermeidet Hektik zum Stichtag.




