Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und der Chiphersteller weiten ihre Zusammenarbeit aus. Ziel ist es, Unternehmen bei der Automatisierung von Produktion und Logistik zu unterstützen.
Der Beratungskonzern Deloitte und der Halbleiterhersteller NVIDIA gehen gemeinsam den nächsten Schritt. Beide Partner wollen Industrieunternehmen dabei helfen, maschinelle Intelligenz in ihren Werkhallen und Distributionszentren zu verankern. Die Kooperation vereint technologische Infrastruktur mit branchenspezifischem Beratungswissen. Der Markt bewegt sich schnell. Nach einer aktuellen Deloitte-Erhebung setzen bereits knapp sechs von zehn befragten Unternehmen Technologien wie autonome Roboter oder simulationsgestützte Systeme ein. In zwei Jahren soll dieser Anteil auf 80 Prozent klettern. Was lange als Zukunftsmusik galt, wird zum Standard in Fertigungshallen.
Ein Kernstück des gemeinsamen Angebots sind virtuelle Abbilder realer Produktionsstätten. Auf NVIDIAs Omniverse-Plattform entstehen dreidimensionale Modelle, in denen sich Abläufe simulieren, Maschinen trainieren und Umbauten durchspielen lassen. Fehler zeigen sich am Rechner, bevor sie in der echten Anlage Schäden anrichten. Deloitte erprobt diesen Ansatz bereits mit Kunden aus der Automobilbranche. Die Partnerschaft reicht über Simulationen hinaus. Ein weiterer Fokus liegt auf der Verarbeitung von Informationen unmittelbar dort, wo sie entstehen. NVIDIAs Jetson-Thor-Plattform ermöglicht es, rechenintensive Aufgaben direkt an der Maschine zu erledigen statt in entfernten Rechenzentren. Anwendungen wie automatisierte Qualitätsprüfung oder die Steuerung fahrerloser Transportsysteme profitieren von dieser Geschwindigkeit.
Ein Projekt beim Antriebshersteller Horse Powertrain im spanischen Valladolid illustriert die Möglichkeiten. Seit vergangenem Sommer erkennen Algorithmen dort Unregelmäßigkeiten im Maschinenpark und sagen Ausfälle voraus. Inspektionen werden präziser, technische Entscheidungen fundierter. Deloitte investiert weltweit in seine Kapazitäten für industrielle Automatisierung. Ein neues Kompetenzzentrum in Shanghai soll als Entwicklungsstandort und Anlaufstelle für Kunden dienen. Die Beratungsgesellschaft sieht 2026 als entscheidendes Jahr für autonome Systeme in der Industrie. Fachkräftemangel und der Wunsch nach widerstandsfähigen Lieferketten treiben die Nachfrage. Gemeinsam mit NVIDIA will Deloitte Unternehmen von der Strategieentwicklung bis zum laufenden Betrieb begleiten.




