VW beendet autonomes Fahren mit Bosch

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June 29, 2026
30.06.2026
2 Minuten Lesezeit

Volkswagen zieht die Reißleine bei der Zusammenarbeit mit Bosch im autonomen Fahren. Trotz 1,5 Milliarden Euro Investitionen gilt die Technologie intern als nicht wettbewerbsfähig.

Mangelnde Fortschritte trotz Milliardeninvestitionen

Volkswagen will die sogenannte Automated Driving Alliance (ADA) mit dem Zulieferer Bosch beenden. Obwohl rund 1,5 Milliarden Euro in das Projekt geflossen sind, gilt die entwickelte Technologie intern als nicht wettbewerbsfähig. Besonders beim Level 2++, dem Fahren ohne Hände am Lenkrad im Stadtverkehr, sieht VW einen erheblichen Rückstand gegenüber der Konkurrenz. Die Partnerschaft war Anfang 2022 als Großprojekt gestartet worden, mehr als 1.000 Fachleute beider Unternehmen hatten an einer gemeinsamen Software-Plattform für Fahrerassistenzsysteme gearbeitet.

Cariad: Markt hat sich anders entwickelt

Ein Sprecher der VW-Softwaretochter Cariad erklärte, das Unternehmen prüfe regelmäßig seine Entwicklungspartnerschaften und bewerte fortlaufend, ob diese noch zu den strategischen Zielen passten. Insbesondere bei hoch entwickelten Assistenzsystemen hätten sich Markt und Technologie anders entwickelt als zu Beginn der Zusammenarbeit erwartet. Zu vertraulichen Gesprächen äußere man sich nicht. Von Bosch lag zunächst keine Stellungnahme vor.

Neuer Partner bis Ende September

Um Kosten zu senken und schneller Boden gutzumachen, will VW künftig Hard- und Software von einem neuen Partner einkaufen, anstatt sie selbst zu entwickeln. Bis Ende September soll ein entsprechender Kooperationsvertrag stehen. Die Allianz mit Bosch soll frühestens zum 29. Juni endgültig gekündigt werden.

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