Bridgepoint hat den Kauf von Kayne Anderson Real Estate (KARE), einer auf spezialisierte Immobiliensektoren fokussierten US-Investmentplattform, für einen Unternehmenswert von rund 1,39 Mrd. Dollar vereinbart. Die Transaktion markiert Bridgepoints Einstieg in den US-Immobilienmarkt und ist die jüngste in einer Reihe von Plattformakquisitionen.
Die Gegenleistung setzt sich aus 759 Mio. Dollar in bar und rund 189 Millionen neu ausgegebenen Bridgepoint-Aktien im Wert von etwa 634 Mio. Dollar zusammen, ergänzt durch leistungsabhängige Earn-out-Zahlungen bis 2029. Der Deal bewertet KARE mit einem hohen einstelligen Multiple auf das erwartete EBITDA 2027 von 130 bis 190 Mio. Dollar, was bis 2028 auf ein mittleres einstelliges Multiple fällt. Bridgepoints Gewinn je Aktie soll dadurch 2027 um einen mittleren einstelligen Prozentsatz und 2028 um mehr als 20 % steigen. Die Transaktion soll Ende 2026 abgeschlossen werden.
KARE verwaltet 22 Mrd. Dollar über Immobilien-Equity- und Debt-Strategien, beschäftigt rund 100 Investment- und Operationsfachleute und blickt auf eine 19-jährige Track-Record zurück. Der Fokus liegt auf demografisch und angebotsseitig begünstigten Spezialsektoren: Medical Office, Seniors Housing, Student Housing, Multifamily und Light Industrial. Der jüngste Flaggschiff-Fonds KAREP VII schloss überzeichnet bei 5,12 Mrd. Dollar ab, fast doppelt so viel wie sein Vorgänger. Das AUM ist seit 2019 um rund 20 % pro Jahr gewachsen. Goldman Sachs' Petershill-Einheit, seit 2020 Minderheitsaktionär bei KARE, veräußert seinen Anteil im Rahmen der Transaktion.
Die erweiterte Gruppe wird rund 117 Mrd. Dollar über fünf Segmente verwalten: Private Equity (40 Mrd.), Credit (21 Mrd.), Infrastructure (30 Mrd.), Real Estate (22 Mrd.) und Secondaries (4 Mrd.). Real Assets steigen damit auf rund 45 % des AUM, der Anteil US-amerikanischer Management Fees springt von 28 % auf 42 %, und stabilere Fee-Related Earnings klettern auf rund 60 % des EBITDA. Die Transaktion folgt auf Bridgepoints Akquisitionen von EQT Credit, Energy Capital Partners und Newbury Partners.




