Die Akademie der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer reagiert mit einer eigenen App auf den Vormarsch Künstlicher Intelligenz im Kanzleialltag. Im Mittelpunkt stehen rechtliche Fallstricke und Haftungsfragen.
Wer in einer Kanzlei heute KI-Werkzeuge einsetzt, navigiert durch ein juristisch dichtes Geflecht aus EU AI Act, Datenschutzgrundverordnung, Verschwiegenheitspflichten und Vorgaben zur Auftragsverarbeitung. Genau hier setzt die neue Anwendung der ASW an. Sie soll Führungskräften nicht zeigen, wie sich KI einsetzen lässt, sondern wo die Grenzen verlaufen und welche Verantwortung damit verbunden ist.
Statt langer Theorieblöcke setzt die Akademie auf Lernkarten mit Text, Grafiken und Videos, ergänzt um Quizfragen zur Selbstüberprüfung. Die Inhalte beruhen auf konkreten Situationen, die sich täglich in Kanzleien abspielen können: Entscheidungsdilemmata, Datenfragen, Verantwortungsverteilung. Antworten gibt es nicht als abstrakten Gesetzeskommentar, sondern als praktische Handlungsempfehlung.
Die App stellt Anwendern vier Schlüsselfragen, die in der Branche derzeit besonders heftig diskutiert werden: Welcher Umfang des KI-Einsatzes ist berufsrechtlich zulässig? Wer trägt die Haftung, wenn das System Fehler liefert? Welche Mandantendaten dürfen überhaupt in solche Werkzeuge eingespeist werden? Und ab welchem Punkt wird der Einsatz zum berufsrechtlichen Risiko? Antworten darauf liefert die App in Form interaktiver Szenarien.
Der Zeitpunkt für das Angebot ist kein Zufall. Mit dem EU AI Act gelten Transparenz- und Dokumentationspflichten, hinzu kommen Fragen rund um KI-Register. Wer als Kanzleiführung diese Themen ignoriert, gefährdet im schlimmsten Fall die Zulassung. Die ASW positioniert ihre Anwendung damit als Werkzeug, um regulatorische Sicherheit auf das Mobilgerät zu bringen.




