Volkswagen kommt bei seinem Restrukturierungsprogramm planmäßig voran. Zur Hauptversammlung am 18. Juni präsentiert Konzernchef Oliver Blume erste messbare Ergebnisse: eine Milliarde Euro nachhaltige Kosteneffekte.
Bis Jahresende wird die Belegschaft der Volkswagen AG in Deutschland um 19.000 Personen sinken. Von den insgesamt bis 2030 geplanten 35.000 Stellenstreichungen sind laut Blumes vorab veröffentlichtem Redetext zur Hauptversammlung bereits mehr als 28.000 verbindlich vereinbart. Die Fabrikkosten an deutschen Standorten wurden bereits um mehr als ein Fünftel gesenkt. Als erstes messbares Finanzergebnis kann Blume nachhaltige Kosteneffekte von rund einer Milliarde Euro vorweisen. Das mittelfristige Ziel ist deutlich ambitionierter: bis 2030 jährliche Netto-Einsparungen von sechs Milliarden Euro.
Der Umbau ist Reaktion auf externe Belastungen, die sich laut Blume insgesamt auf einen zweistelligen Milliardenbetrag summieren. Allein die US-Zölle unter Präsident Trump verursachen direkt und indirekt fünf Milliarden Euro Kosten pro Jahr. Besonders betroffen ist Audi, das über keine eigene US-Produktion verfügt und auf Importe aus Europa und Mexiko angewiesen ist. Der Aufbau einer Fertigung in den USA wird geprüft, konkrete Entscheidungen stehen noch aus. Spekulationen über ein Interesse des chinesischen Herstellers Xpeng an einem VW-Werk dämpfte Xpeng-Vizepräsident Brian Gu zuletzt auf einer Veranstaltung in London.




