Ausschüttungen und konkrete Realisierungen rücken ins Zentrum der LP-Due-Diligence: Wer heute Kapital einsammeln will, muss nicht nur Gesamtrenditen vorweisen, sondern einzelne Transaktionen und deren Wiederholbarkeit nachvollziehbar erklären können.
Die Anforderungen von Limited Partners an Fondsmanager haben sich grundlegend verschärft. Investoren analysieren heute einzelne Transaktionen detailliert: Einstiegsmultiple, Exitweg und die Faktoren hinter der Rendite. Portfoliounternehmen werden gegen vergleichbare Assets anderer PE-Fonds im eigenen Portfolio gebenchmarkt. Headline-Performance-Zahlen verlieren an Bedeutung gegenüber der Frage, ob ein Erfolg im Vorgängerfonds wiederholbar ist. Steve Zaorski, Partner bei Ropes & Gray, beschreibt den Wandel: Investoren gingen heute Zeile für Zeile durch Portfolios, ein Vorgehen, das in früheren Zyklen unüblich war.
Was als gutes DPI-Profil gilt, hängt stark vom Fondsjahrgang und der Reihenfolge der Fonds ab. Ein Placement Agent skizziert den Rahmen: Wer heute seinen vierten Fonds einwirbt, sollte auf Fund I signifikantes DPI weit über 1x vorweisen, Fund II sollte nennenswerte Ausschüttungen zeigen, Fund III kann noch früh sein. Fehlende Realisierungen sind für manche LPs akzeptabel, sofern der Manager nachvollziehbar begründet, warum Portfoliounternehmen bewusst länger gehalten werden und die unrealisierten Renditen stark sind. Dominus Capital, ein Lower-Midmarket-Buyout-Haus, schloss seinen vierten Fonds bei 640 Mio. US-Dollar, 28 Prozent über Ziel. Ihr Erstfonds zeigt DPI im mittleren 2x-Bereich, der zweite steuert auf 2x zu.




