Wie sich Führungsposition und Familienleben in einem Berufsstand mit klassischerweise hoher Auslastung vereinbaren lassen, zeigt Sabine Berger, Directorin im Bereich Business Tax & Legal bei Deloitte. Ihr Karriereverlauf illustriert einen Ansatz, der auf Flexibilität und offener Absprache basiert statt auf klassischen Präsenzmodellen.
Berger begleitet ihre Mandantinnen und Mandanten als zentrale Ansprechpartnerin über die gesamte Bandbreite unternehmens- und steuerrechtlicher Fragen, von der laufenden Steuererklärung bis hin zur Breakeven-Analyse. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus angrenzenden Bereichen bezeichnet sie als einen der reizvollsten Aspekte ihrer Tätigkeit.
Nach der Geburt ihres Sohnes während der Corona-Zeit legte Berger zehn Monate Karenz ein und stieg unmittelbar danach zunächst geringfügig aus dem Homeoffice wieder ein. Verbindung zum Team, den Mandanten und laufenden Projekten blieb während dieser Phase erhalten, ein Übergang zurück in den vollen Präsenzbetrieb erfolgte, sobald die pandemischen Rahmenbedingungen es zuließen.
Heute arbeitet Berger typischerweise zwei Tage im Homeoffice und drei Tage im Büro, kombiniert mit fest reservierten Nachmittagen für die Familie. Die Basis dafür bildet nach ihrer Darstellung das Vertrauen ihrer Führungskraft und die enge Abstimmung im Team. Auch der zuständige Partner unterstützte den Wiedereinstieg proaktiv, Projekte und Zuständigkeiten wurden gemeinsam so verteilt, dass Mandantenarbeit und Karriereentwicklung ohne Konflikt mit den familiären Anforderungen möglich blieben.




