Raymond Zeng verdient als Software-Ingenieur bei Meta in San Francisco über 300.000 Dollar im Jahr. Trotzdem lebt er spartanisch: kein Auto, kein Sofa, kein Fernseher. Sein Ziel ist die finanzielle Unabhängigkeit mit 30.
Raymond Zeng, 25, ist Teil der sogenannten FIRE-Bewegung: Financial Independence, Retire Early. Das Prinzip sieht vor, einen möglichst großen Anteil des Einkommens zu sparen und zu investieren, um frühzeitig finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Bei einem Jahresgehalt von über 300.000 Dollar, von dem rund 60 Prozent aus Boni und Aktien bestehen, fließt dieser variable Anteil direkt in den Vermögensaufbau. Monatlich spart Zeng zwischen 5.000 und 20.000 Dollar. Sein Ziel: Sobald sein investiertes Kapital die Marke von zwei Millionen Dollar überschreitet, will er den Job kündigen. Ich möchte einfach die Freiheit haben, das zu tun, was ich will, begründet er seine Strategie.
Die Basis seiner Sparstrategie ist konsequente Ausgabenkontrolle. Zeng besitzt weder ein Auto noch eine Couch oder einen Fernseher. Seine Fixkosten hält er durch die systematische Nutzung von Meta-Arbeitgeberleistungen niedrig: Der Konzern stellt drei Mahlzeiten täglich sowie kostenlose Shuttlebusse bereit, womit Ausgaben für Verpflegung und Transport nahezu entfallen. Eine Ausnahme macht Zeng für seine Leidenschaft in der Furry-Community: Für ein handgefertigtes Kostüm investiert er rund 7.000 Dollar. Erlebnisse und Interessen, die ihm wichtig sind, finanziert er bewusst. Auf materiellen Konsum hingegen verzichtet er konsequent.




