34 Tage Homeoffice steuerfrei: Neue Ära für deutsch-niederländische Grenzpendler

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January 20, 2026
20.01.2026
2 Minuten Lesezeit

Das überarbeitete Doppelbesteuerungsabkommen beendet jahrelange Unsicherheit und erlaubt flexibleres Arbeiten ohne bürokratischen Alptraum.

Schluss mit der Einkommensteilung

Seit dem 1. Januar gilt eine neue Regelung im Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den Niederlanden. Grenzpendler dürfen künftig 34 Tage im Jahr vom Wohnsitzland aus arbeiten. Die steuerliche Zuordnung bleibt davon unberührt. Für Beschäftigte in Regionen wie Aachen, Kleve oder dem Kreis Viersen verschwindet damit ein erheblicher Verwaltungsaufwand.

NRW hat gedrängelt

Die Landesregierung in Düsseldorf machte früh Druck. Als die Corona-Übergangsregelungen ausliefen, warnte Nordrhein-Westfalen vor einem Rückfall in alte Zustände. Finanzminister Marcus Optendrenk sieht in der neuen Regelung einen Erfolg dieser Bemühungen. Das Steuerrecht passe sich endlich modernen Arbeitsrealitäten an.

Nächstes Ziel: Ein bis zwei Tage pro Woche

Die 34-Tage-Grenze ist ein Kompromiss. Beide Länder streben großzügigere Lösungen an. Die niederländische Regierung will das Thema auf EU-Ebene, bei der OECD und in der Benelux-Kooperation vorantreiben. Das Ziel: regelmäßiges Homeoffice ohne steuerliche Fallstricke. Optendrenk bleibt am Ball. Grenzüberschreitend Beschäftigte sollten frei entscheiden können, wo sie arbeiten. Nordrhein-Westfalen werde weiter Druck machen, bis das Steuerrecht mit der Arbeitswelt gleichzieht.