Der kanadische Hersteller von Schneemobilen und Wasserfahrzeugen beendet seine langjährige Prüfungsbeziehung mit Deloitte und setzt künftig auf den Wirtschaftsprüfer PwC.
Manchmal braucht es frischen Wind, auch in der Abschlussprüfung. BRP Inc., das Unternehmen hinter den legendären Ski-Doo-Schneemobilen und Sea-Doo-Wasserfahrzeugen, hat sich nach einem strukturierten Auswahlprozess für einen Wechsel entschieden. Ab dem Geschäftsjahr 2027 wird PricewaterhouseCoopers die Bücher des Powersport-Konzerns prüfen. Deloitte, das BRP über viele Jahre begleitet hat, scheidet nach Abschluss des laufenden Geschäftsjahres aus.
Der Prüfungsausschuss von BRP hatte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 eine umfassende Neuausschreibung eingeleitet. Mehrere Kandidaten durchliefen das Verfahren. Am Ende überzeugte PwC mit einem Gesamtpaket aus Teamqualität, methodischer Innovation und technologischer Kompetenz. Das Unternehmen betont zudem, dass die Unabhängigkeit des künftigen Prüfers ein wesentliches Kriterium war. Der Wechsel reflektiere das Bekenntnis zu hohen Governance-Standards und trage der langen Mandatsdauer des bisherigen Prüfers Rechnung.
Die Übergabe erfolgt geordnet. Deloitte wird den Jahresabschluss für das am 31. Januar 2026 endende Geschäftsjahr noch fertigstellen. Danach übernimmt PwC zunächst interimistisch, bis die Aktionäre auf der kommenden Hauptversammlung die Bestellung formell bestätigen. Beide Gesellschaften haben eine enge Zusammenarbeit vereinbart, um Reibungsverluste zu vermeiden.
BRP notiert sowohl an der Toronto Stock Exchange als auch an der NASDAQ und bringt derzeit rund 5,8 Milliarden US-Dollar auf die Waage. Der Aktienkurs bewegt sich unweit des Jahreshöchststandes. Seit neun Jahren zahlt das Unternehmen kontinuierlich Dividende, im vergangenen Jahr legte der Kurs um mehr als 60 Prozent zu. Der nächste Quartalsbericht wird für März erwartet.




