Der Versicherer warnt vor einem gefährlichen Zusammenspiel aus Hackerangriffen und unkontrollierter KI-Nutzung in den eigenen Reihen.
Cyberattacken und KI-Risiken teilen sich im aktuellen Allianz-Barometer den Spitzenplatz. Das hängt zusammen. Kriminelle nutzen künstliche Intelligenz, um ihre Angriffe zu perfektionieren. Michael Bruch von Allianz Commercial beobachtet, wie KI Angriffsflächen vergrößert und Schwachstellen verschärft.
Mindestens ebenso brisant: der alltägliche Umgang mit KI-Tools durch Mitarbeiter und Management. Alexandra Braun von Allianz Commercial benennt das Kernproblem. Die Technologie arbeitet autonom und kann falsche oder erfundene Ergebnisse liefern. Entscheidungen auf dieser Basis führen zu Rechtsstreitigkeiten, Imageschäden und Haftungsfragen. Urheberrechtsverletzungen kommen hinzu, wenn Software geschützte Inhalte übernimmt.
Allianz-Chefökonom Ludovic Subran sieht ein strukturelles Defizit. Unternehmen führen KI schneller ein, als Governance und Regulierung nachkommen. Wer haftet, wenn automatisierte Prozesse Schaden anrichten? Was passiert bei diskriminierenden Algorithmen? Diese Fragen bleiben oft unbeantwortet. Dennoch überwiegt bei fast der Hälfte der Befragten die Zuversicht, dass KI ihrer Branche mehr nutzt als schadet.




