Der KI-Konzern sichert sich einen der größten Versicherer der Welt als Partner und treibt damit seine Europa-Expansion voran.
Die Allianz entscheidet sich für Anthropic. Der Versicherungskonzern plant den Einsatz der Sprachmodelle in mehreren Bereichen: interne Recherchen, Wissensabfragen, Analysen. Die hauseigene Softwareentwicklung arbeitet künftig mit Claude Code. Perspektivisch sollen auch teilautonome Prozesse hinzukommen, etwa bei der Schadensabwicklung in der Kfz-Sparte oder der Dokumentenverarbeitung.
Versicherungsdaten verlangen höchste Sorgfalt. Die Allianz betont, dass durchgängige Verschlüsselung, Datenminimierung und klare Zugriffsregeln gelten. Vertraglich ist festgeschrieben, dass geteilte Informationen nicht ins Modelltraining einfließen. Bei komplexen Entscheidungen bleibt ein Mensch verantwortlich.
Nach Accenture und Deloitte reiht sich die Allianz als nächster Großkunde ein. Im November eröffnete Anthropic ein Büro in München. Eine anstehende Finanzierungsrunde könnte das Unternehmen auf etwa 350 Milliarden Dollar bewerten und damit zum zweitwertvollsten KI-Anbieter nach OpenAI machen. Auf der CES zeigten auch Nvidia, AWS und Qualcomm Interesse an deutschen Traditionskonzernen. Mercedes-Benz und Volkswagen stehen als Partner für Chips und Software im Visier, besonders beim autonomen Fahren. Der Wettbewerb um europäische Industriekunden verschärft sich.




