Der Investor Ardian erwägt den Verkauf des Schweizer Speicherherstellers Swissbit. Die Bewertung könnte sich am mehrfachen des jährlichen Ergebnisses von rund 250 Millionen Dollar orientieren.
Die potenzielle Bewertung stützt sich auf die Ertragskraft des Unternehmens, das jährlich rund 250 Millionen Dollar erwirtschaftet. Ein Verkauf zum Mehrfachen dieser Zahl würde zu den größeren europäischen Technologie-Hardware-Exits des Jahres zählen. Die Überlegungen befinden sich informierten Personen zufolge in einem frühen Stadium, es gebe keine Gewissheit, dass Ardian den Prozess fortführt. Ardian hat die UBS engagiert, um das Interesse potenzieller Käufer auszuloten.
Swissbit mit Hauptsitz im schweizerischen Bronschhofen entwickelt Speicher- und Sicherheitsprodukte für industrielle Infrastruktur. Die Geräte sind anders als bei Consumer-Anbietern für den Betrieb unter Extrembedingungen ausgelegt. Das Unternehmen betreibt zudem eine Halbleiter- und Elektronikfertigung in Berlin. Swissbit entstand 2001 durch einen Management-Buyout der Speichersparte von Siemens. Ardian erwarb 2020 eine Mehrheitsbeteiligung. Als Käufer kommen sowohl strategische Erwerber aus der Industrieelektronik als auch konkurrierende Finanzsponsoren infrage, die sich für das margenstarke Nischengeschäft interessieren.




