Bei der Gründung eines Joint Ventures zwischen dem chinesischen Kettenspezialisten Hengjiu und dem italienischen Fördertechnik-Hersteller Movex saß Baker Tilly rechtlich am Steuer der chinesischen Seite.
Beraten wurde die Hengjiu Machinery Group beim Verkauf von Anteilen an ihrer Tochter Anhui Huangshan Hengjiu Chain Transmission an Movex S.p.A. sowie bei der parallelen Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Movex China. Die Unterzeichnung fand am 25. Juni 2026 in Jixi statt. Ziel der Partnerschaft ist der Ausbau integrierter Komplettlösungen mit klarem Fokus auf industrieller Automatisierung und Logistik, ergänzt um Anwendungen in Lebensmittel-, Getränke- und Verpackungsmärkten. Movex selbst ist seit 2021 mit der deutschen Beteiligungsgesellschaft Armira verbunden und hat 2025 den spanischen Modulbandhersteller Eurobelt integriert.
Die Federführung lag bei Dr. Ole Brühl, Director im Bereich Corporate/M&A am Hamburger Standort, der Hengjiu bereits bei einer früheren Deutschland-Akquisition begleitet hatte. Aus Hamburg unterstützten ihn Philip Koch (M&A/IP) sowie Managerin Olivia Leu und Partner Oliver Köster (beide Corporate/M&A). Die sinologische Rechtsexpertise steuerte das Frankfurter China Desk unter Leitung von Partnerin Yan Zhang bei, ergänzt durch die Managerinnen Yumeng Fu und Lan Zhuo.
Für Baker Tilly reiht sich das Mandat in einen konsequenten Ausbau des deutsch-chinesischen Geschäfts ein. Das China Desk zählt inzwischen zu den personell stärksten Anlaufstellen für chinesische Unternehmen in Deutschland und bündelt drei Partnerinnen und Partner mit einem Team von mehr als 20 Fachleuten aus Recht und Steuern. Die Beteiligung an einem Deal, der italienisches Familienunternehmertum mit einem chinesischen Marktführer verbindet, unterstreicht die zunehmende Rolle der Kanzlei in Cross-Border-Konstellationen jenseits des klassischen europäischen Rahmens.




