Zwei Steuerberater bauen ein Rechnungs-GPT

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August 25, 2026
27.08.2026
2 Minuten Lesezeit

Vor der E-Rechnungspflicht 2027 starten zwei Steuerberater aus Donaueschingen ein KI-Tool, das Unternehmen die Rechnungsarbeit erleichtern soll.

Der regulatorische Anlass

Der Start ist bewusst getaktet. Ab dem 1. Januar 2027 sind elektronische Rechnungen für inländische B2B-Umsätze Pflicht, sofern der Vorjahresumsatz über 800.000 Euro lag, ab 2028 folgen alle übrigen Betriebe. Was bislang Zukunftsthema war, wird damit zur Tagesaufgabe, gerade für Landwirte, Handwerker, Hoteliers und Gastronomen, die ihre Buchhaltung oft nebenher erledigen. Hier setzen Patrick Leismann und Jonas Hofmeier mit ihrem Rechnungs-GPT an.

Assistenz mit Haftungsgrenze

Die Schwierigkeit liegt selten im Formulieren, sondern in der sauberen Datenstruktur: Nur wenn die Felder stimmen, kann der Empfänger eine Rechnung automatisiert übernehmen. Ein KI-Assistent kann hier bei wiederkehrenden Positionen, kniffligen Steuersachverhalten oder wechselnden Stammdaten Fehler reduzieren. Die fachliche Prüfung aber bleibt beim Anwender, das Werkzeug beschleunigt, ohne die Verantwortung abzunehmen.

Die Bewährungsprobe

Der eigentliche Hebel ist das Wissen der beiden Gründer um die typischen Stolperstellen quer über viele Mandate. Für kleinere Firmen liegt der Reiz in schlanken Abläufen statt üppiger Systemlandschaft. Ob das trägt, zeigt sich in den kommenden Monaten, zuerst oberhalb der 800.000-Euro-Grenze, und nur, wenn der Aufwand im Alltag wirklich sinkt.

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