Nach sechs Jahren CES-Auftritten degradiert der Konzern seinen Vorzeigeroboter zur internen Spielwiese.
Auf der CES 2026 suchten Besucher den knallgelben Kugelroboter vergeblich. Stattdessen präsentierte LG seinen humanoiden Roboter CLOiD, der angeblich kochen, waschen und Wäsche falten kann. Preis und Erscheinungsdatum? Unbekannt. Das Muster wirkt vertraut.
Bloomberg enthüllte kürzlich, was Samsung lieber verschwiegen hätte: Ballie wurde intern auf unbestimmte Zeit zurückgestellt. Der Konzern verpackt das Scheitern in Innovationsjargon: „Nach mehreren Jahren praktischer Tests liefert es weiterhin wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung räumlich bewusster, kontextbezogener Erlebnisse durch Samsung, insbesondere in Bereichen wie Smart-Home-Intelligenz, Umgebungs-KI und Privacy by Design." Übersetzt: Der Haushaltshelfer mutiert zur „aktiven Innovationsplattform" ohne Verkaufsabsicht.
Dabei mangelte es nicht an Technik. 4K-Frontkamera, 2K-Rückkamera, Lidar-Modul, Laserprojektor für Wandprojektionen, drei Räder, interaktive Fußboden-Buttons. Im April 2025 sollte sogar Google Gemini statt Bixby die KI-Basis bilden. Zur CES 2025 versprach Samsung den Marktstart fürs erste Halbjahr. Geliefert wurde nichts. Außer sechs Jahre Messeunterhaltung.




