Der Schrobenhausener Spezialtiefbau-Konzern verabschiedet sich von zwei Vorstandsmitgliedern und setzt künftig auf kürzere Entscheidungswege.
Lena Effinger räumt das Finanzressort, Detlef Heck das Spezialtiefbau-Segment. Übrig bleibt Martin Thormann. Der promovierte Maschinenbauingenieur lenkt die Bauer AG ab sofort im Alleingang. Für Schrobenhausen ist das mehr als eine Personalie: Die Verkleinerung des Führungsgremiums markiert einen strategischen Kurswechsel.
Die Segmente Maschinen, Spezialtiefbau und Resources gewinnen an Eigenständigkeit. Ihre Geschäftsführungen übernehmen erweiterte operative Verantwortung. Der Konzern will damit näher am Markt agieren und Entscheidungen beschleunigen.
Die Rochaden begannen bereits im Sommer 2025, als Peter Hingott ausschied. Klaus Pöllath sprang vorübergehend ein, im August folgten Heck und Thormann. Nun lichtet sich das Gremium erneut.
Thormann startete 2012 bei ThyssenKrupp und promovierte parallel an der TU Dortmund. Bei TK Elevator stieg er vom Strategen zum CEO Greater Europe auf und verantwortete zuletzt das operative Geschäft in mehr als zwölf Ländern.
Das Geschäftsjahr 2025 verlief laut Unternehmen solide. Spezialtiefbau und Resources entwickelten sich positiv, der Maschinenbau kämpft weiter mit Margendruck. Im Vorjahr erreichte die Konzernleistung 2,18 Milliarden Euro.




