Nach den Quartalszahlen rückt bei SAP der Cloud-Auftragsbestand in den Mittelpunkt, während Analysten an Kaufempfehlungen festhalten und den Cashflow-Ausblick sowie das Rückkaufprogramm betonen.
Der Kurs reagiert deutlich, weil der Cloud-Auftragsbestand hinter den Erwartungen zurückbleibt und damit das Wachstumssignal für 2026 schwächer ausfällt als erhofft. Gleichzeitig verweisen Analysten auf einen robusten Ausblick für den Barmittelzufluss sowie erste Hinweise auf Ziele für 2027. Als stabilisierender Faktor wird zudem ein neues Aktienrückkaufprogramm gewertet, dass das Managementvertrauen unterstreichen soll.
Goldman Sachs bestätigt die Kaufempfehlung für SAP und hält am Kursziel von 320 Euro fest. Das Haus rechnet für 2026 lediglich mit moderat sinkenden Umsatzerwartungen und sieht am Ergebniskonsens kaum Änderungsbedarf. Der Fokus liegt damit weniger auf einer kurzfristigen Ergebnisrevision als auf der Frage, wann die Cloud-Dynamik wieder in den Erwartungen ankommt.
Jefferies bleibt bei „Buy“ und einem Kursziel von 290 Euro, beschreibt die Zahlen jedoch als gemischt. Aus Sicht des Hauses dürfte der Cloud-Auftragsbestand für Investoren der zentrale Punkt sein, zumal Konsensschätzungen für 2026 am oberen Ende der von SAP avisierten Wachstums-Zielspanne liegen. Positiv wertet Jefferies den insgesamt robusten Ausblick, die ersten Eckpunkte für künftige Zielsetzungen sowie Hinweise auf weitere Aktienrückkäufe, verweist aber zugleich auf eine schlechte Anlegerstimmung für die Branche.
JPMorgan bestätigt die Einstufung „Overweight“ und sieht das Kursziel weiterhin bei 290 Euro. Hervorgehoben wird der Ausblick für den Barmittelzufluss 2026, der über den Markterwartungen liege. Kritisch bleibt aus Sicht des Hauses die Entwicklung des Cloud-Auftragsbestands, der enttäuschend ausgefallen sei und den Bewertungsrahmen belastet.
UBS hält an der Kaufempfehlung fest und nennt unverändert ein Kursziel von 270 Euro. Auch hier gilt das geringere Auftragswachstum im Cloud-Geschäft als Belastungsfaktor, der jedoch teilweise durch die Cashflow-Perspektive und das angekündigte Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 10 Milliarden Euro kompensiert werde. In dieser Logik verschiebt sich der Fokus von der reinen Wachstumsstory hin zur Frage, wie SAP Cash-Generierung und Kapitalallokation in einem schwierigen Marktumfeld stabilisiert.




