Benko-Stiftung Laura meldet Insolvenz an

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March 12, 2026
13.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Laura Privatstiftung stellt den Insolvenzantrag. Zwei Schiedsurteile aus Genf verpflichten zur Zahlung von einer Milliarde Euro. Das Geld ist nicht da.

Genfer Schiedsgerichte verurteilten Stiftung

Die Laura Privatstiftung begründet ihren Insolvenzantrag beim Landesgericht Innsbruck mit Zahlungsverpflichtungen aus zwei Genfer Schiedsverfahren. Die erfolgreich gestartete Sanierung könne nun nicht abgeschlossen werden, erklärt der Vorstand. Seit Jahresbeginn hatte man Maßnahmen zur Stabilisierung eingeleitet, eine wirtschaftliche Neuaufstellung schien greifbar. Doch zwei Schiedsurteile besiegeln das Aus: Zusammen muss die Stiftung rund eine Milliarde Euro zahlen. Rechtsmittel dagegen sind aussichtslos, ergaben Prüfungen.

Weder zahlungsfähig noch solvent

Die Stiftung kann die Forderungen nicht bedienen. Zudem führen die Urteile zur Überschuldung. Beides sind Insolvenzgründe. Da der Firmensitz in Innsbruck liegt, ging der Antrag ans dortige Landesgericht. Der Vorstand bedauert, die Sanierung nicht zu Ende bringen zu können. Man werde Insolvenzgericht und Verwalter bei der bestmöglichen Gläubigerbefriedigung unterstützen.

Benko sitzt in Untersuchungshaft

Rene Benko gründete die Stiftung Ende 2006 zusammen mit seiner Mutter Ingeborg, die Eintragung erfolgte Anfang 2007. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ordnet sie Benko zu. In bisherigen Verfahren galten die Stiftungen als finanzielle Absicherung für ihn und seine Familie. Die WKStA ermittelt in über zehn Verfahren gegen Benko im Zusammenhang mit den Signa-Pleiten. Benko selbst sitzt seit seiner Festnahme im Vorjahr in Untersuchungshaft.