BMW: China-Schwäche lässt Gewinn einbrechen

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July 30, 2026
31.07.2026
2 Minuten Lesezeit

Die anhaltende Schwäche auf dem chinesischen Automarkt sowie ein verschärfter Wettbewerb lassen den Gewinn von BMW um ein Drittel einbrechen. Der neue Konzernchef Milan Nedeljkovic kündigt einen verschärften Sparkurs an.

China-Absatz bricht um ein Drittel ein

Die Krise auf dem chinesischen Automarkt, ein schärferer Wettbewerb vor allem in Asien und die Folgen des Iran-Kriegs machen dem Autobauer BMW schwer zu schaffen. Die Münchner meldeten einen Gewinneinbruch um gut ein Drittel auf 1,2 Milliarden Euro. „Die Herausforderungen in der gesamten Automobilindustrie nehmen rasant zu“, sagte der neue BMW-Chef Milan Nedeljkovic. Der Umsatz sank im Frühjahrsquartal um 7,9 Prozent auf knapp 31,3 Milliarden Euro und damit stärker, als von Analysten erwartet. Die für BMW wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft sank auf 2,3 Prozent. „Der Wettbewerb hat sich im globalen Automobilmarkt spürbar verschärft“, sagte Finanzchef Walter Mertl. Angeführt werden die Probleme von China, wo der Automarkt insgesamt zuletzt eingebrochen ist und wo BMW fast ein Drittel weniger Autos absetzte als im Vorjahr. Die Probleme dort schlagen sich unmittelbar in den BMW-Zahlen nieder, da die Münchner erst vor wenigen Jahren die Mehrheit an ihrem chinesischen Gemeinschaftsunternehmen übernommen haben und die Ergebnisse deswegen im Autogeschäft verbuchen, anders als die Konkurrenten VW und Mercedes. BMW verkauft derzeit in der Volksrepublik fast nur Verbrennerfahrzeuge, deren Absatz wegen der stark gestiegenen Treibstoffpreise unter Druck steht.

Neue Klasse läuft gut, Sparkurs wird verschärft

Besser läuft es für die Münchner dagegen in den USA und in Europa, wo vor allem die Elektroautos der Neuen Klasse gefragt sind. Beim ersten Modell, dem SUV iX3 aus Debrecen, nähert sich die Zahl der Bestellungen der Marke von 100.000 Fahrzeugen. Auch die in München gebaute Limousine i3 trifft nach Beginn der vorgezogenen Bestellphase auf hohe Nachfrage. Inzwischen ist fast jeder dritte in Europa verkaufte BMW ein Elektroauto. Nedeljkovic kündigte an, nach dem Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen den Sparkurs weiter zu verschärfen. Organisation und Prozesse sollten neugestaltet werden, „damit richten wir das Unternehmen auf die sich verschärfenden Rahmenbedingungen der kommenden Jahre aus“. Finanzchef Mertl sagt, Impulse bringen unter anderem der Einsatz von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz. An der erst im Juni gesenkten Prognose hält BMW fest: Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern einen Rückgang des Vorsteuergewinns um mehr als 15 Prozent. Die Gewinnmarge im Autogeschäft soll bei gerade einmal ein bis 3 Prozent liegen.

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