Der deutsche Fonds Nordwind steigt beim Triebwerksbauer Enpulsion ein. Die Finanzierungsrunde bringt 22,5 Millionen Euro.
Enpulsion hat Kapital eingesammelt. Der österreichische Hersteller von Antriebssystemen für Kleinsatelliten schließt eine Runde über 22,5 Millionen Euro ab. Zu den Investoren zählt Nordwind Growth aus Deutschland, ein Fonds mit Fokus auf Wachstumsunternehmen. Die Summe, die Nordwind beisteuert, wird als substanziell bezeichnet, genaue Zahlen nennen die Beteiligten nicht. Mit dem Geld will Enpulsion seine Stellung im Markt festigen und den Sprung in die amerikanische Raumfahrtindustrie wagen, wo große Satellitenkonstellationen entstehen.
Das Unternehmen hat sich auf elektrische Antriebe für Mikro- und Nanosatelliten spezialisiert. Die Technik basiert auf einem Verfahren, bei dem elektrische Felder geladene Teilchen ausstoßen und so Schub erzeugen. Mehr als 320 solcher Systeme drehen bereits ihre Runden im Orbit, zusammen haben sie über 500 Jahre Betriebszeit angehäuft. Die kompakten Module eignen sich für Konstellationen, wie sie Kommunikationsanbieter und Erdbeobachter weltweit aufbauen. Enpulsion zählt damit zu den meistgeflogenen Anbietern im Segment der kleinen Satelliten.
Cerha Hempel hat den deutschen Investor durch die Transaktion begleitet. Partner Martin Eichinger führte ein Team aus verschiedenen Fachbereichen, darunter Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Kartellrecht und geistiges Eigentum. Auch Spezialisten für öffentliches Recht und Immobilien waren eingebunden. Für die Kanzlei ist das Mandat ein Zeichen, dass Raumfahrt als Anlageklasse im Mittelstand ankommt.




