Die französische Bankengruppe schließt die Akquisition der Oldenburgischen Landesbank ab und verschafft ihrer deutschen Tochter erstmals Zugang zum Mittelstandsgeschäft sowie 30 Milliarden Euro zusätzliche Bilanzsumme.
Die Crédit Mutuel Alliance Fédérale hat die Übernahme der Oldenburger Landesbank (OLB) abgeschlossen. Der Kaufprozess lief über Targo Deutschland, eine Holdinggesellschaft der Banque Fédérative du Crédit Mutuel. Alle notwendigen aufsichtsrechtlichen Zustimmungen wurden erteilt. Die OLB-Eigentümer hatten sich gegen den ursprünglich geplanten Börsengang entschieden und stattdessen das komplette Aktienpaket veräußert. Für die Targobank markiert die Transaktion einen strategischen Wendepunkt: Erstmals erhält die bislang auf Privatkunden fokussierte Bank signifikanten Zugang zum Firmenkundengeschäft. Mit diesem Schritt positioniert sich die Targobank als Vollsortimentbank am deutschen Finanzmarkt.
Die französische Muttergesellschaft setzt auf Kontinuität der bestehenden Marken. Targobank, OLB und Bankhaus Neelmeyer agieren weiterhin unter eigenem Namen. Kundenverbindungen, Serviceangebot und Kontaktstrukturen der OLB bleiben bestehen. Die norddeutsche Regionalbank führt ihr etabliertes Geschäftsmodell fort. Die akquirierte Bank verfügt über eine Bilanzsumme von mehr als 30 Milliarden Euro, ein Kundennetzwerk von über einer Million Personen und beschäftigt circa 1.700 Mitarbeiter an 80 Standorten. Isabelle Chevelard, die bereits als Vorstandsvorsitzende der Targobank fungiert, übernimmt zusätzlich die Leitung des OLB-Aufsichtsrats. Die Fusion etabliert einen bedeutenden Player im deutschen Bankensektor mit erweiterter regionaler Präsenz und Segmentabdeckung.




