Die Highlights vom 38. Private Banking Kongress Köln

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March 2, 2026
02.03.2026
3 Minuten Lesezeit

Die 38. Auflage des Private Banking Kongress brachte Wealth-Management-Experten, Family Offices und institutionelle Investoren zusammen. Keynotes von Brockhaus, Fischer und Mrozek setzten Schwerpunkte bei deutscher Wirtschaftspolitik, geopolitischen Kapitalströmen und der Rolle von KI.

Wirtschaftsjournalistin Brockhaus fordert Bürokratieabbau

Rehblau events veranstaltete die 38. Auflage des private banking kongress in der Kölner Zollhalle. Nena Brockhaus eröffnete mit einer kritischen Bestandsaufnahme: Fast die Hälfte der Bevölkerung betrachtet die wirtschaftliche Lage als Hauptproblem, wie eine Forsa-Erhebung zeigt. Die Bestsellerautorin sieht Deutschland in einer selbstverschuldeten Lähmung gefangen - zu viele Genehmigungsverfahren blockieren Fortschritt, während an anderer Stelle Einsparpotenziale ungenutzt bleiben. Zwischen den Vorträgen tauschten sich Teilnehmer in Round-Tables über Themen wie Schwellenländer-Investments, aktive ETFs und Rentenstrategien aus.

Geopolitik-Professor sieht USA als stabilen Anker

Klemens Fischer, der als Professor und ehemaliger Diplomat die internationale Perspektive einbrachte, relativierte die Bedeutung politischer Wechsel für Kapitalmärkte. Seine Kernbotschaft: Trumps Einfluss auf Investmentströme wird überbewertet - die USA bleiben unabhängig von der Regierung ein verlässlicher Markt. Anders bei Schwellenländern: Hier empfiehlt Fischer, politische Risiken in Lateinamerika in die Bewertung einzubeziehen. Zwei neue Formate ergänzten das Programm - ein Investment Dialog mit Chefredakteuren von private banking magazin und DAS INVESTMENT sowie ein Investoren Panel zu Mandaten und der Rolle von Family Offices.

Digitalisierungsexperte Mrozek über KI-Transformation

Alexander Mrozek schloss den Tag mit einer provokanten These: KI sei keine weitere Software, sondern verändere grundlegend, wie Organisationen funktionieren. Der CEO von Oetker Digital und Gründer der Digitalen Optimisten stellte traditionelle Familienunternehmen und agile Start-ups gegenüber und betonte, dass trotz KI-Fortschritt menschliche Intelligenz an Wert gewinnen werde. Die nächste Ausgabe des Kongresses findet am 22. April in München statt.