Die Deutsche Beteiligungs AG veräußert ihre Beteiligung an dem Brandschutzspezialisten Kraft & Bauer an Syngroh Capital, die Beteiligungsgesellschaft der Familie Grohe. Der Deal markiert den fünften Abschluss der DBAG in weniger als einem Jahr.
Die Deutsche Beteiligungs AG überträgt gemeinsam mit dem von ihr beratenen DBAG Fund VII die Beteiligung an Kraft & Bauer an Syngroh Capital. Der Vollzug der Transaktion erfolgte zeitgleich mit der Vereinbarung. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Kraft & Bauer entwickelt, produziert und installiert Brandschutzsysteme für Präzisionswerkzeugmaschinen und gilt als einer der führenden Anbieter in diesem Nischensegment. Die Systeme schützen Hochleistungs-Fräs-, Dreh- und Schleifmaschinen mit erhöhtem Brandrisiko und sichern damit ununterbrochene Produktionsprozesse in der Industrie. Hinzu kommt ein strukturell attraktives Servicegeschäft: Installierte Anlagen müssen regelmäßig gewartet und geprüft werden, was wiederkehrende Erlöse generiert. Die DBAG hatte die Mehrheit an Kraft & Bauer 2018 im Rahmen eines Management-Buy-outs von einem Finanzinvestor sowie der Gründerfamilie und dem Management erworben.
Während der Beteiligungsdauer wurden das Servicegeschäft systematisch ausgebaut und die internationale Präsenz über die Kernmärkte in der DACH-Region und Italien hinaus erweitert. "Als wir 2018 bei Kraft & Bauer eingestiegen sind, war klar: Brandschutz für Werkzeugmaschinen ist Teil der geschäftskritischen Infrastruktur für produzierende Unternehmen", sagt Tom Alzin, Sprecher des DBAG-Vorstands. Richard Grohe, Geschäftsführer von Syngroh Capital, sieht in den aufgebauten Strukturen, dem Fokus auf wiederkehrende Serviceerlöse und der internationalen Aufstellung eine starke Basis für den nächsten Wachstumsschritt.
Für die DBAG ist der Kraft & Bauer-Exit bereits die fünfte Transaktion innerhalb von acht Monaten. Nach dem Exit aus duagon sowie Neuinvestitionen in MAIT, FinMatch und Totalmobile unterstreicht die Taktung die Deal-Aktivität des Hauses in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld. Die DBAG verwaltet oder berät ein Vermögen von rund 2,7 Milliarden Euro und ist seit 1985 börsennotiert. Der strategische Schwerpunkt liegt auf industriellen Nischenanbietern, die von Megatrends wie Automatisierung, Sicherheit und regulatorischen Anforderungen profitieren.




