Die Beratungsgesellschaft baut ihr Verteidigungsgeschäft massiv aus und holt dafür gleich vier Partner von Wettbewerbern, darunter den langjährigen Strategiechef für den öffentlichen Sektor bei PwC Strategy&.
Wenn große Beratungshäuser auf Wachstumsmärkten angreifen, tun sie das mit Köpfen. Deloitte Deutschland hat für seinen Bereich Defense, Security & Justice innerhalb weniger Monate gleich vier Partner an Bord geholt und damit ein deutliches Signal an den Markt gesendet. Die Neuzugänge kommen von namhaften Wettbewerbern und bringen zusammen Jahrzehnte an Erfahrung in der Beratung von Streitkräften, Sicherheitsbehörden und Rüstungsunternehmen mit.
Die prominenteste Personalie ist Germar Schröder. Der promovierte Physiker leitete bei PwC Strategy& zehn Jahre lang die Strategieberatung für den öffentlichen Sektor. Zum 1. Dezember 2025 wechselte er zu Deloitte und übernahm dort die Verantwortung für den gesamten Verteidigungsbereich. Sein Vorgänger Peter Wirnsperger konzentriert sich künftig auf das Geschäft mit der Bundesverwaltung. Schröder kennt die Herausforderungen seiner neuen Mandanten genau: Infrastrukturbeschleunigung, Personalaufbau, Entbürokratisierung und Digitalisierung stünden auf der Agenda der Bundeswehr, alles unter enormem Zeitdruck.
Bereits im Oktober 2025 stießen Sascha Siepe, Jan Häfker und Nils Merkle zum Team. Alle drei kommen von IBM Consulting und bringen Expertise in der Umsetzung komplexer Transformationsprogramme mit. Siepe leitet zusätzlich den neu geschaffenen Bereich Technology & Transformation innerhalb des Sektors. Der Fokus liegt auf Software-, KI- und Cloud-Lösungen, insbesondere mit SAP-Bezug. Gemeinsam mit dem Trio wechselten weitere Spezialisten zu Deloitte. Ergänzt wird die Mannschaft durch Klaus-Jürgen Göz und Tim Lange, zwei Direktoren mit Verteidigungsfokus, die ebenfalls von PwC Strategy& kommen.
Die Investitionen in Personal und Kompetenzen folgen einer klaren Logik. Die Verteidigungsausgaben steigen europaweit, die Modernisierung der Streitkräfte verschlingt Milliarden. Uwe Probst, Leiter des Bereichs Government & Public Services bei Deloitte Deutschland, formuliert den Anspruch unmissverständlich: Man wolle schneller wachsen als der Markt.




