Deloitte startet KI-Agenten-Offensive mit Google Cloud

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June 8, 2026
09.06.2026
2 Minuten Lesezeit

Der Beratungsriese hat eine eigene Praxisgruppe für autonome KI ins Leben gerufen und stellt seinen Kunden über 1.000 vorkonfigurierte digitale Helfer zur Verfügung. Auch IBM zieht mit einer ähnlichen Initiative nach.

Wettbewerb mit ähnlichen Spielzügen

Innerhalb weniger Tage haben gleich zwei Konzernschwergewichte fast deckungsgleiche Ankündigungen vorgestellt. Deloitte hat seine neue Sparte unter dem Namen Google Cloud Agentic Transformation Practice ins Leben gerufen, kurz darauf zog IBM mit einer eigenen Praxisgruppe nach. Im Mittelpunkt steht jeweils die Plattform Gemini Enterprise. Während Deloitte mit einer Bibliothek aus über 1.000 fertig vorbereiteten Agenten an den Start geht, konzentriert sich IBM stärker auf Branchenlösungen für Banken, Behörden und Telekommunikationsanbieter.

Deloitte als Testfeld

Bevor das Beratungshaus seine neuen Werkzeuge an Mandanten verkauft, probiert es sie im eigenen Haus aus. 25.000 Mitarbeiter haben bereits Zugriff auf Gemini Enterprise, viermal so viele sollen folgen. Bei Zebra Technologies kommen die Helfer bereits zum Einsatz.

IBM-Bilanz profitiert

Bei IBM ist die Beratungssparte zum wichtigsten Wachstumstreiber geworden und steuert rund ein Drittel zum Konzernumsatz von etwa 16 Milliarden Euro bei. Mehr als 4.000 digitale Arbeiter sind in 450 Kundenprojekten unterwegs. Der Gewinnsprung von 20 Prozent zwischen 2024 und 2025 wird intern dem Erfolg dieser Strategie zugeschrieben.

Softwareszene zieht parallel nach

OutSystems stellte in Amsterdam eine Plattform vor, die Agenten mit internen Firmendaten verknüpft. Endava verfolgt einen anderen Ansatz: Hier übernehmen spezialisierte Programme einzelne Schritte der Softwareentwicklung. Liferay wiederum orchestriert Workflows mit Modellen verschiedener Anbieter.

Mahnung aus der Beraterzunft

Eine Studie von Roland Berger spricht von Produktivitätssprüngen bei Entwicklern um bis zu 250 Prozent durch agile Methoden. Im selben Atemzug warnen die Autoren jedoch, dass die Geschwindigkeit der KI-Einführung schneller voranschreite als die tatsächliche Wertschöpfung.

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