Mit einer KI-gestützten Plattform nehmen die Partner den wachsenden Regulierungsberg ins Visier.
CSRD, erweitertes Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, DSGVO, Anti-Korruptionsvorgaben: Die Liste an Vorschriften wächst, die Ressourcen in den Compliance-Abteilungen nicht. Viele Unternehmen können kaum noch Schritt halten. Gleichzeitig fordern Aufsichtsbehörden längst nicht mehr nur das Vorhandensein von Programmen, sondern belastbare Nachweise ihrer Wirksamkeit.
Deloitte und der österreichische Softwareanbieter CRISAM (CALPANA) haben am Mittwoch „CRISAM® Compliance powered by Deloitte" vorgestellt. Die Idee: Deloittes regulatorisches Know-how wird direkt in die GRC-Software integriert. Fertige Risikoszenarien für Themen wie Geldwäsche, Sanktionen, Kartellrecht und Datenschutz stehen sofort zur Verfügung. Compliance-Verantwortliche sparen sich aufwändige Eigenentwicklungen. Deloitte-Partnerin Susanne Schenk verspricht sich viel von der Kooperation: „Unsere Lösung ermöglicht es Unternehmen, proaktiv zu agieren." Der methodische Unterbau liefere unmittelbar umsetzbare Handlungsoptionen und verknüpfe so juristische Theorie mit dem Tagesgeschäft.
Im Zentrum steht das Modul „CRISAM.AI". Es analysiert Risiken fortlaufend und generiert automatisch Handlungsempfehlungen. Kontrolltests, Dokumentation und Berichterstattung laufen ohne manuellen Aufwand. Ändert sich die Rechtslage, passt das System seine Inhalte eigenständig an. Tim-Benjamin Bohmfalk und Andreas Schmitz von CRISAM versprechen eine Oberfläche, die auch Nicht-Juristen problemlos bedienen können.
Die Plattform ist ab sofort in der DACH-Region erhältlich. Weitere Märkte sollen im Laufe des Jahres folgen. Am 19. März 2026 wollen die Partner Praxisbeispiele und Branchenmodule vorstellen. Beobachter gehen davon aus, dass KI-basierte GRC-Lösungen bis Jahresende zum Standard avancieren.




