Deloitte warnt: Autoindustrie verliert 150 Milliarden

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August 21, 2026
24.08.2026
2 Minuten Lesezeit

Eine neue Deloitte-Studie beziffert erstmals in konkreten Zahlen, was die europäische Autoindustrie ihre Batterie-Abhängigkeit von Asien kosten könnte, mit direkter Relevanz für den Kapitalmarkt.

Ein Preisschild an der Abhängigkeit

Bis zu 150 Milliarden Euro an Wertschöpfung könnte Europa in den kommenden Jahren an asiatische Wettbewerber abgeben. Grundlage der Kalkulation ist die enge Kopplung europäischer OEMs an chinesische und südkoreanische Zulieferer bei Batterien, Zellen und deren Vorprodukten. Die Autoren interpretieren die Lage nicht als Momentaufnahme, sondern als Konsequenz aus einer über Jahre unterlassenen industriepolitischen Verankerung eigener Fertigungsschritte auf dem Kontinent.

Systematische Schwäche über alle Stufen

Deloitte hat die komplette Wertschöpfungskette geprüft, angefangen bei Rohstoffbeschaffung, über die Zellfertigung bis zum Modulbau. Auf jeder Ebene weisen europäische Anbieter Rückstände gegenüber asiatischen Wettbewerbern auf, insbesondere gegenüber chinesischen Herstellern, denen Skaleneffekte und industriepolitischer Rückenwind zugutekommen.

Was Investoren daraus lesen sollten

Für Aktionäre europäischer Automobilkonzerne stellt sich die Frage, ob dieses Risiko in aktuellen Bewertungen bereits reflektiert ist. Da die Batterie einen wesentlichen Anteil an der Fahrzeugwertschöpfung ausmacht, dürfte die Kontrolle über diese Komponente maßgeblich über künftige Ergebnisqualität und Marktposition entscheiden. Die Analyse verstärkt damit eine Debatte, die in Wirtschaft und Politik zunehmend an Schärfe gewinnt.

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