Als Folge des anhaltenden Prüfungsskandals und der parlamentarischen Untersuchungen soll KPMG Australia eine der größten Personalabbaurunden der jüngeren Firmengeschichte eingeleitet haben.
Nach Berichten der Australian Financial Review vom späten Juli plant die Big-Four-Gesellschaft, im September mehrere Dutzend Partner sowie rund tausend weitere Beschäftigte freizustellen. Laut The Australian informierte KPMG-Chef John Sams die Partnerschaft am 19. August per E-Mail über die konkreten Schritte. Erste Gespräche mit betroffenen Partnern sollen in einem eng gefassten Zeitkorridor zwischen dem 19. und 21. August geführt worden sein. Sams hatte erst im Juli den interimistischen CEO Stan Stavros an der Spitze abgelöst und übernimmt damit früh in seiner Amtszeit Verantwortung für einen tiefgreifenden strukturellen Umbau.
Seit Beginn der Affäre haben zahlreiche Führungskräfte das Unternehmen verlassen. Zu den prominenten Abgängen zählen der frühere CEO Andrew Yates, Ex-Chairman Martin Sheppard, der ehemalige National Managing Partner Audit and Assurance Julian McPherson sowie die Audit-Partner Kim Lawry und Paul Rogers. Lawry musste nach einer Intervention von Westpac aus dem Mandat der Bank abgezogen werden. Die frühere COO Eileen Hoggett wurde infolge neuer Erkenntnisse einer Untersuchung durch die Kanzlei Allens aus der Partnerschaft ausgeschlossen. Auch General Counsel Louise Capon und HR-Chefin Dorothy Hisgrove haben ihre Positionen niedergelegt.




