Easyjet: Gewinn bricht wegen hoher Kerosinkosten ein

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July 23, 2026
23.07.2026
2 Minuten Lesezeit

Der britische Billigflieger Easyjet hat im dritten Geschäftsquartal einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet, ausgelöst durch stark gestiegene Kerosinkosten infolge des Nahostkonflikts. Gleichzeitig bleibt der Übernahmekampf zweier US-Finanzinvestoren um die Fluggesellschaft ungeklärt.

Vorsteuerergebnis bricht um 70 Prozent ein

Easyjet hat im dritten Geschäftsquartal unter anderem wegen der mit dem Iran-Krieg gestiegenen Treibstoffkosten einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. Von April bis Juni sackte das Vorsteuerergebnis um 70 Prozent auf 85 Millionen Pfund ab, wie das Unternehmen mitteilte. Die Kerosinkosten stiegen demnach um 13 Prozent auf rund 100 Millionen Pfund. Der seit fünf Monaten andauernde Konflikt im Nahen Osten belastet die Luftfahrtbranche sowohl durch höhere Kosten als auch durch eine Tendenz der verunsicherten Kunden, sehr kurzfristig zu buchen. Easyjet-Chef Kenton Jarvis zeigte sich für das wichtige Sommergeschäft dennoch vorsichtig optimistisch: Das Vertrauen der Kunden nehme zu und die Auslastung der Flugzeuge verbessere sich. Die Ticketpreise lägen in etwa auf Vorjahresniveau, wenngleich die Flugzeuge nicht ganz so gut gefüllt seien wie im Vorjahr.

Apollo ist der Favorit im Bietergefecht

Zum Übernahmekampf der beiden US-Finanzinvestoren Apollo und Castlelake um Easyjet äußerte sich die Airline in ihrem aktuellen Geschäftsbericht nicht. Zuletzt hatte sie die etwas höhere Offerte von Apollo im Volumen von 5,7 Milliarden Pfund unterstützt, allerdings könnten regulatorische Hürden den Deal erschweren. Die Aktie von Easyjet war zuvor um fast 12 Prozent eingebrochen, nachdem ein Reuters-Bericht nahelegte, dass die Europäische Union die Eigentumsregeln für Fluggesellschaften in Europa womöglich verschärfen will, damit ausländische Investoren keine Kontrolle erlangen können. Dazu erklärte Jarvis, er habe in dieser Sache nichts von der EU gehört. Zuletzt erholte sich das Papier wieder und legte um 2,5 Prozent zu.

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