Zweite Verurteilung für Ex-Signa-Chef Benko

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September 24, 2026
25.09.2026
2 Minuten Lesezeit

Das Landesgericht Innsbruck hat den österreichischen Investor René Benko in einem neu aufgerollten Verfahren zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Zweieinhalb Jahre wegen geschädigter Gläubiger

Ausschlaggebend war ein Mietkostenvorschuss von 360.000 Euro, den der 49-Jährige für ein Anwesen in Innsbruck geleistet hatte, während sein Signa-Firmengeflecht bereits erheblich unter Druck stand. Das Landesgericht wertete dies als Schädigung seiner Gläubiger, nachdem der Oberste Gerichtshof einen Teilfreispruch aus dem ersten Urteil vom Oktober 2025 aufgehoben und eine Neuverhandlung angeordnet hatte. Für das Delikt sieht das Gesetz einen Strafrahmen von einem bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe vor. Der Prozess ist einer von mehreren, die sich derzeit mit dem Zusammenbruch seines Firmenimperiums befassen.

Benko bestreitet die Vorwürfe

Laut Nachrichtenagentur APA wies Benko vor Gericht jede Schuld von sich: Er sei überzeugt gewesen, dass die Sanierung der Signa-Gruppe noch gelingen werde, die zusätzliche Anmietung sei auf Wunsch seiner Frau erfolgt, um den Kindern ein „normales Leben" zu ermöglichen. Der Investor sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft; sein einst milliardenschweres Signa-Imperium war unter anderem durch steigende Zinsen, hohe Baukosten und riskante Übernahmen wie Karstadt und Kaufhof in die Insolvenz gerutscht. Gegen ihn und weitere frühere Signa-Manager laufen mehrere zusätzliche Ermittlungsverfahren.

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