KI-Jobs boomen, längst nicht mehr nur in der IT

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September 22, 2026
23.09.2026
2 Minuten Lesezeit

Fünf Prozent aller Stellen auf karriere.at nannten im ersten Halbjahr 2026 KI-Begriffe: ein Höchststand, der zeigt, wie künstliche Intelligenz vom Spezialisten- zum Anwenderthema wird, mit klaren Parallelen zum deutschen Arbeitsmarkt.

Ein neuer Höchststand am österreichischen Stellenmarkt

Auf dem österreichischen Portal karriere.at hat der Anteil sogenannter KI-Jobs im ersten Halbjahr 2026 fünf Prozent erreicht, rund zwei Prozentpunkte mehr als im Gesamtjahr 2025. Als KI-Job zählt dabei jedes Inserat, das einschlägige Schlagworte von „Künstliche Intelligenz“ über „Machine Learning“ und „Prompt Engineering“ bis zu den Namen bekannter Anwendungen wie ChatGPT, Claude, Copilot oder Gemini enthält. Die Auswertung basiert auf einer Schlagwortanalyse der ausgeschriebenen Stellen und bildet damit ab, wie stark Arbeitgeber KI-Kompetenz inzwischen explizit einfordern.

Wenn Designer mehr KI verlangen als Entwickler

Bemerkenswert ist eine Verschiebung an der Spitze. Zwar entfallen in absoluten Zahlen weiterhin die meisten KI-Jobs auf das Feld „IT, EDV“, doch beim Anteil wurde es erstmals überholt: Im Bereich „Grafik, Design“ trug im ersten Halbjahr 2026 fast jede fünfte Ausschreibung KI-Bezug (22 Prozent), vor der IT mit 18 Prozent. Auch andernorts zieht die Nachfrage an, in „Marketing, PR“ um sechs, in „Beratung, Consulting“ um drei Prozentpunkte, während allein die Gastronomie unter einem Prozent verharrt. Für karriere.at-CEO Georg Konjovic belegt das eine klare Tendenz: Immer häufiger richten sich Inserate an Anwender statt an Entwickler oder Spezialisten, KI werde damit im Arbeitsalltag zum Standard.

Warum der Befund auch für Deutschland zählt

Auch wenn die Zahlen aus Österreich stammen, der Mechanismus dahinter kennt keine Grenze. Österreichischer und deutscher Arbeitsmarkt sind über gemeinsame Sprache, eng verzahnte Konzernstrukturen und einen regen Fachkräfteaustausch verbunden, weshalb sich solche Nachfragemuster erfahrungsgemäß zeitversetzt auch hierzulande zeigen. Für Steuerberatung, Prüfung und Beratung im DACH-Raum liegt die eigentliche Botschaft weniger in den Grafik-Zahlen als in der Grundbewegung: Wenn KI-Kenntnisse zunehmend von Anwendern statt nur von IT-Spezialisten erwartet werden, verschiebt sich auch das Anforderungsprofil in Kanzleien und Finanzabteilungen. Wer heute Personal sucht oder Mitarbeitende weiterbildet, sollte KI-Kompetenz früh als Querschnittsqualifikation begreifen, nicht als Nische einzelner Technikrollen.

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