Das Europäische Parlament hat seinen Budgetvorschlag für die nächste Erasmus+-Programmgeneration 2028 bis 2034 veröffentlicht: 47,4 Milliarden Euro. Der DAAD begrüßt das Signal, fordert aber langfristig deutlich mehr.
Am 3. Juni hat das Europäische Parlament einen Budgetvorschlag von über 47 Milliarden Euro für Erasmus+ in der Programmgeneration 2028 bis 2034 veröffentlicht. Die Europäische Kommission hatte zuvor lediglich 40,8 Milliarden Euro vorgeschlagen. Das Parlament spricht sich damit für eine Erhöhung um rund 6,6 Milliarden Euro aus. DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee begrüßt das Signal ausdrücklich: Das sei ein wichtiges Zeichen für Hochschulen in Deutschland und Europa sowie für alle Studierenden, Lehrenden und Hochschulangehörigen, die auf den europäischen Austausch setzten. Gleichzeitig betonte er, dass der Vorschlag hinter den geforderten 60 Milliarden Euro zurückbleibe.
NA DAAD-Direktor Dr. Stephan Geifes warnt trotz des positiven Signals vor einer strukturellen Schwachstelle: Der geplante Budgetanteil für Bildung soll um sieben Prozentpunkte sinken. Aktuell entfallen 83 Prozent des Erasmus+-Budgets auf den Bildungsbereich. Der DAAD fordert, dass dieser Anteil auch bei einem Gesamtbudget von 47 Milliarden Euro beibehalten wird. Die DAAD-Mitgliedsversammlung hatte sich bereits 2025 für ein Budget von mindestens 60 Milliarden Euro ausgesprochen, um geplante Neuerungen und Ausweitungen des Programms zu ermöglichen. Die endgültige Budgethöhe und Aufteilung werden im Rahmen der Verhandlungen über den Mehrjährigen Finanzrahmen der EU 2027 zwischen Mitgliedstaaten und Parlament festgelegt.




