EY-Manager: Diese Fähigkeit sichert 2026 Ihren Job

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January 8, 2026
08.01.2026
2 Minuten Lesezeit

Joe Depa erklärt, warum Anpassungsfähigkeit zur Überlebensstrategie wird und wie er selbst am Ball bleibt.

Der neue Karriereanker

Fachkompetenz allein reicht nicht mehr. In einer Arbeitswelt, die KI im Eiltempo umkrempelt, zählt vor allem eines: die Bereitschaft zur permanenten Veränderung. Joe Depa, bei EY als Global Chief Innovation Officer für KI, Daten und Innovation zuständig, formuliert es drastisch: „Die Fähigkeit, sich anzupassen und zu verändern, wird der wichtigste Faktor sein." Weiterbildung und Upskilling entscheiden seiner Einschätzung nach künftig darüber, welche Talente und Organisationen im Arbeitsmarkt erfolgreich sind.

Zurück auf die Schulbank

Depa selbst holte trotz Führungsposition einen Master in Analytics an der Georgia Tech nach. Er wollte verstehen, wie seine Teams denken. „Ich wusste, dass ich Datenwissenschaftler und Programmierer führen würde und wollte ihre Perspektive besser verstehen." Was er damals lernte, ist heute teilweise überholt. Seit seinem Abschluss 2020 habe sich die Softwareentwicklung „völlig verändert". Seine Konsequenz: tägliches Lernen durch Podcasts und Artikel. „Man muss jeden Tag lernen und sich selbst herausfordern", sagt Depa.

Ratgeber im Rücken

Einzelkämpfer haben es schwer. Depa plädiert für ein Netzwerk aus Mentoren. „Wir alle sollten persönliche Berater haben – Mentoren, die uns begleiten und zu denen wir Kontakt aufnehmen können", sagt er. EY nutzt dafür einen KI-Beirat mit 20 Fachleuten, der strategische Vorhaben bewertet. „Das ist ein tolles Forum, um zu testen, was als Nächstes kommt", erklärt Depa. Strukturierte Formate seien hilfreich, doch auch lockerer Austausch werde „immer wichtiger".

Machen statt nur lesen

Theorie verpufft ohne Umsetzung. Depa empfiehlt, neue Kenntnisse sofort auszuprobieren, ob durch Vibe Coding oder eigene kleine Projekte. Fehler seien dabei kein Makel, sondern Beschleuniger. „Dieses gesamte Lern-Erlebnis hilft, neue Denkweisen zu entwickeln, um dann das nächste Thema zu lernen", sagt er. Wer diese Schleife oft genug durchläuft, trainiert sein Gehirn auf Wachstum. „Wenn man es oft genug macht, wird das Gehirn diesen Prozess von formellem Lernen, Beratung und Anwendung wertschätzen", so Depa.