Der Gründer von Leftshift One übernimmt als Director die Leitung des KI-Bereichs und soll Pilotprojekte in den produktiven Betrieb überführen.
Patrick Ratheiser kennt beide Seiten. Als Gründer baute er Leftshift One zu einem internationalen KI-Anbieter auf, begleitete über 170 Projekte in unterschiedlichen Branchen und hielt mehr als 250 Vorträge zu Strategie und Transformation. Vor seiner Gründerzeit sammelte er Erfahrung als Projektmanager und Agile Coach bei BearingPoint. Jetzt bringt er dieses Wissen zu EY Österreich, wo er als Director den Bereich künstliche Intelligenz verantwortet.
Viele Unternehmen experimentieren mit KI, doch nur wenige schaffen den Sprung in den produktiven Einsatz. Ratheiser soll genau diesen Engpass auflösen. Sein Auftrag umfasst die Überführung von Konzepten in den Regelbetrieb, die Verzahnung mit bestehenden Geschäftsprozessen und den systematischen Aufbau von KI-Kompetenz in Organisationen. Partnerin Susanne Zach formuliert den Anspruch klar: Strategie und Umsetzung gehören zusammen.
EY pumpt jährlich über eine Milliarde Dollar in KI-Plattformen, Audit-Werkzeuge und interne Anwendungen. Weltweit arbeiten rund 15.000 Mitarbeitende an entsprechenden Projekten. Der globale KI-Umsatz legte zuletzt um 30 Prozent zu, in Österreich sogar um mehr als die Hälfte. Die stärkste Nachfrage kommt aus Finance, Controlling, Steuern, Personalwesen und Produktion.
Seit 2025 greifen erste Vorgaben des EU AI Acts. Compliance entwickelt sich vom Kostenfaktor zum Wettbewerbsvorteil. Laut EY European AI Barometer nutzen bereits 73 Prozent der Befragten in Österreich KI-Anwendungen im Arbeitsalltag. Mehr als die Hälfte der Unternehmen meldet messbare Einsparungen. Trotzdem bleibt der Reifegrad vieler Organisationen gering, insbesondere bei Datenmanagement und ethischen Leitlinien. Ratheiser sieht darin eine Chance: Wer KI heute nur punktuell einsetzt, werde morgen von jenen überholt, die sie als architektonisches Prinzip begreifen.




