Die Finanzfunktion wandelt sich grundlegend. Künftig geht es nicht mehr nur um Zahlen, sondern um langfristige Wertschöpfung für alle Stakeholder.
KI und Automatisierung entlasten CFOs bei Routineaufgaben wie Rechnungslegung und Reporting. Die gewonnene Zeit fließt in strategischere Felder. EY beobachtet eine Verschiebung: Finanzchefs sollen künftig nicht nur finanzielle, sondern auch nichtfinanzielle Werte steigern und nachhaltige Geschäftsmodelle vorantreiben.
Investoren, Aufsichtsbehörden, Kunden und Mitarbeitende erwarten ESG-Kriterien in der Berichterstattung. Mehr als zwei Drittel der Anleger bevorzugen laut EY nachhaltige Investments, selbst wenn kurzfristige Renditen darunter leiden. Regulierungen wie die CSRD und die EU-Taxonomie verstärken den Druck.
Die Finanzfunktion verändert sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Extern müssen CFOs neue Zielgruppen bedienen, von NGOs bis zur breiten Öffentlichkeit. Intern gilt es, die Nachhaltigkeitstransformation zu finanzieren und ESG-Kennzahlen in Planungsprozesse einzubetten. Operativ braucht es neue Technologien und Talente. Regulatorisch erfordert das sich wandelnde Umfeld ständige Anpassung.
EY skizziert eine Zukunft, in der Finanz- und ESG-Reporting verschmelzen. Der CFO wird zum Wertschützer, der ökonomische, soziale und ökologische Beiträge gemeinsam betrachtet. Noch fehlen ganzheitliche Konzepte zur Messung des echten langfristigen Unternehmenswerts, doch die Richtung ist klar.




