Prosus führt eine Wachstumsrunde über 99,4 Mio. Euro in das Berliner Lieferunternehmen Flink an. Das Signal: Profitables Skalieren im Quick-Commerce-Markt ist möglich, aber nur unter engen Bedingungen.
Flink, Betreiber von mehr als 160 lokalen Fulfillment-Centern in Deutschland, schließt eine Wachstumsrunde über 99,4 Mio. Euro ab. Angeführt wird die Runde von Prosus, dem Investmentarm der südafrikanischen Naspers-Gruppe, der bereits an Delivery Hero und anderen europäischen Digitalplattformen beteiligt ist. Mitinvestor ist Btomorrow Ventures. Mit seinem dezentralen Hub-Modell beliefert Flink rund 22,5 Millionen Menschen in Deutschland mit Lebensmitteln und Alltagsartikeln innerhalb von 30 Minuten. Über die konkrete Mittelverwendung wurden keine Angaben gemacht.
Der europäische Quick-Commerce-Markt hat sich nach der Wachstumseuphorie der vergangenen Jahre deutlich bereinigt. Gorillas wurde von Getir übernommen, mehrere Anbieter haben ihre Aktivitäten eingestellt oder stark reduziert. Flink hat sich in diesem Umfeld als eines der operativ stabilsten Unternehmen des Segments positioniert. Dass Prosus trotz schwierigem Marktumfeld erneut Kapital in das Segment lenkt, ist ein gezieltes Bekenntnis zur Skalierungsfähigkeit des Geschäftsmodells.




