Stephan Ebner, Rolf Landgraf und Michel de Araujo Kurth wagen den Sprung in die Selbstständigkeit. Ihre Boutique Maclaw soll Mittelständler und Inhaberfamilien bei Transaktionen und Nachfolgefragen beraten.
Frankfurt hat einen weiteren Anlaufpunkt für Firmenkäufe und -verkäufe. Drei Juristen haben sich zusammengetan und die Kanzlei Maclaw aus der Taufe gehoben. Das Trio will Unternehmer bei Übernahmen, Zusammenschlüssen und Beteiligungen begleiten, im Inland wie jenseits der Grenzen. Auch wer den Staffelstab an die nächste Generation übergeben will, soll hier Hilfe finden. Nachfolgeplanung gehört zum erklärten Angebot.
Die Gründer ergänzen sich fachlich. Stephan Ebner besitzt Zulassungen in mehreren Ländern, darunter Deutschland und die USA. Sein Schwerpunkt liegt auf grenzüberschreitenden Transaktionen, bei denen unterschiedliche Rechtsordnungen unter einen Hut gebracht werden müssen.
Rolf Landgraf bringt jahrelange Praxis im Gesellschaftsrecht mit. Er kennt die Feinheiten von Satzungen, Gesellschaftervereinbarungen und Kapitalmaßnahmen.
Michel de Araujo Kurth kommt aus der Finanzwelt. Er hat bei internationalen Banken gearbeitet und berät zu Kapitalmarktfragen sowie Compliance. Wenn Transaktionen Finanzierungskomponenten haben oder regulatorische Hürden warten, ist er gefragt.
Maclaw richtet sich an inhabergeführte Betriebe, Familienunternehmen und Investoren, die im Mittelstand aktiv sind. Die Kanzlei will den gesamten Bogen spannen: von der ersten Prüfung eines Zielunternehmens über Vertragsverhandlungen bis zum Abschluss. Der Markt für solche Dienste ist umkämpft. Großkanzleien bedienen vor allem Konzerne und Private-Equity-Fonds mit dreistelligen Millionendeals. Kleinere Transaktionen fallen dabei oft durchs Raster oder werden nebenbei abgewickelt. Genau diese Lücke will das Trio besetzen.
Mit dem Format der spezialisierten Boutique folgen die Gründer einem Trend. Immer mehr Anwälte verlassen etablierte Häuser und machen sich mit schlanken Strukturen selbstständig. Sie versprechen persönlichere Betreuung, kürzere Wege und Partnerzugang von Anfang an. Ob das Konzept aufgeht, wird der Markt zeigen. Die Kombination aus internationalem Transaktionswissen, gesellschaftsrechtlicher Tiefe und Finanzexpertise klingt jedenfalls nach einem durchdachten Fundament.




