Freshfields begleitet RBI-Anleihe

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January 29, 2026
29.01.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Großkanzlei berät erneut ein Bankenkonsortium bei der Emission von zusätzlichem Kernkapital für die Raiffeisen Bank International über 650 Millionen Euro.

Regulatorisches Kapital im Fokus

Banken brauchen Puffer. Die Aufsichtsbehörden verlangen von Kreditinstituten ausreichende Reserven, um auch in Krisenzeiten stabil zu bleiben. Ein bewährtes Instrument dafür sind Anleihen des zusätzlichen Kernkapitals, im Fachjargon als AT1-Papiere bekannt. Die Raiffeisen Bank International hat diesen Weg nun erneut beschritten und sich 650 Millionen Euro am Kapitalmarkt gesichert. Seit dem 20. Januar 2026 sind die Schuldverschreibungen am regulierten Markt der Luxemburger Börse handelbar.

Sechs Häuser, eine Transaktion

Die Platzierung lag in den Händen eines internationalen Konsortiums. BofA Securities, Citigroup, Crédit Agricole CIB, UBS Investment Bank und UniCredit übernahmen gemeinsam mit der RBI selbst die Rolle der Joint Lead Manager. Diese Zusammensetzung hat sich bewährt: Dieselben Institute begleiteten bereits die AT1-Emissionen der Wiener Bankengruppe im November 2024 und September 2025. Die Abwicklung der laufenden Zahlungen und Berechnungen übernimmt die Citibank Europe Plc.

Alte Papiere, neues Angebot

Parallel zur Neuemission räumte die RBI Investoren die Möglichkeit ein, eine ältere AT1-Anleihe aus dem Jahr 2020 vorzeitig zurückzugeben. Das Tender Offer richtete sich an Inhaber von Papieren im Nominalwert von 500 Millionen Euro und bot einen Rückkaufpreis von 101,20 Prozent. Solche Transaktionen ermöglichen es Emittenten, ihre Kapitalstruktur aktiv zu steuern und ältere Instrumente durch neue zu ersetzen.

Wiener Kapitalmarktexpertise

Freshfields begleitete beide Transaktionen auf Seiten des Bankenkonsortiums. Die Partner Stephan Pachinger aus Wien und Frankfurt sowie Christoph Gleske aus Frankfurt führten das Team mit Schwerpunkt Kapitalmarktrecht. Principal Associate Birgit Schulz und die Associates Benedikt Graf und Sidar Yaylagül komplettierten die Beratungsmannschaft. Die Kanzlei knüpft damit an ihre Mandate bei den vorangegangenen RBI-Emissionen an.