Der japanische Elektronikkonzern stellt sich neu auf und wechselt den Wirtschaftsprüfer. Gleichzeitig legt das Management einen ambitionierten Wachstumsplan bis 2036 vor.
Fujikura surft auf einer Welle. Weltweit entstehen neue Rechenzentren, der Hunger nach Bandbreite für KI-Anwendungen wächst. Der Konzern liefert die Glasfaserkabel dafür und will die eigene Fertigung hochfahren. Nur ein kleiner Teil des Materials soll künftig von externen Zulieferern kommen. Das Management hat einen Fahrplan bis 2036 vorgelegt. Bis zum Geschäftsjahr 2028 soll das operative Ergebnis auf 264 Milliarden Yen klettern. Zur Mitte des nächsten Jahrzehnts peilt die Führungsetage 580 Milliarden Yen an. Um das zu stemmen, fließen in den kommenden drei Jahren rund 530 Milliarden Yen in strategische Vorhaben. Anteilseigner sollen mit Ausschüttungen von 220 Milliarden Yen belohnt werden.
Abseits der operativen Pläne steht ein Schnitt auf der Tagesordnung, der Seltenheitswert hat. Fujikura trennt sich von PricewaterhouseCoopers, das die Bücher mehr als sechs Jahrzehnte lang geprüft hat. Ab Sommer übernimmt Deloitte. Die Hauptversammlung am 26. Juni soll den Wechsel absegnen.
Trotz der großen Ambitionen dämpft der Vorstand die kurzfristigen Erwartungen. In einzelnen Sparten rechnet er mit langsamerem Wachstum. Analysten von Morgan Stanley sehen zudem Risiken bei der Lieferfähigkeit. Auch bei der Vergütung der Führungskräfte ändert sich etwas. Ein neues Aktienprogramm soll die Interessen des Managements stärker an den langfristigen Firmenwert binden.




